| Klinische Erfahrungen mit der PERTH bei der Behandlung der chronischen Akustikusneuritis >> Referat |
|
|
|
|
Klinische Erfahrungen mit PERTH bei der Behandlung der chronischen Akustikusneuritis (Innenohrschwerhörigkeit) Dr. med. N.K. Borodinov, Kinderarzt, Yevpatoria Krim Sensorische Schwerhörigkeit (Schallempfindungsschwerhörigkeit) ist eine der am meisten verbreiteten Krankheiten. Nach Angaben des Prof. Kolonijchenko-Instituts für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde in Kiew leiden zwischen 2% bis 5% Menschen in der Welt an dieser Krankheit. Sie führt zu einem niedrigen sozialen Status und manchmal sogar zur Arbeitsunfähigkeit. Zur Zeit gibt es keine effektiven Behandlungsverfahren dieser Krankheit. Deshalb behaupten die meisten Fachleute, dass bei Schäden eines Hörorgans eine Hörprothese notwendig ist. Dies erklärt sich dadurch, daß man mit den identischen Begriffen wie „sensorneurale Schwerhörigkeit“, „sensorneurale Schäden des Hörorgans“, „Cochlea-Neuritis“ usw. eine Reihe von Erkrankungen versteht, die ein gemeinsames Symptom haben – die Störung der Schallaufnahme im Innenohr (Schallperzeption). Um die pathologische Entwicklung zu verstehen, lassen wir uns kurz anatomisch-histologische Charakteristik des Hörorgans näher betrachten: Schnecke Der Ductus der Schnecke besteht aus der Paukentreppe, der Vorhoftreppe und häutigem Labyrinth, in dem sich das Gehörorgan befindet. Das häutige Labyrinth ist von der Paukentreppe durch eine Basiliarmembran getrennt. In der Basiliarmembran sind periphere Neuronenfortsätze des Spiralüberbeins, die synaptischen Kontakte mit äußeren und inneren Haarzellen, eingelagert. Hörorgan Die mechanisch empfindlichen Haarzellen bilden mehrere Reihen: eine innere und drei bis fünf äußere. Die inneren und äußeren Haarzellen sind durch ein Labyrinth getrennt, das durch große äußere und innere Stützzellen gebildet wird. Mit den Stereozilien ist die Tektorialmembran verbunden. Man unterscheidet zwei Typen von Haarzellen. Die Zellen des Typs 1 liegen im Zentrum des Kamms und die Zellen des Typs 2 sind peripher eingelagert. Die Haarzellen sind gegen die Anregungsrichtung (RICHTUNGSEMPFINDLICHKEIT) empfindlich. Haarzelle Die Schallübertragung geschieht folgenderweise: Über das Trommelfell und die Gehörknöchelchen wird der Schalldruck auf das ovale Fenster übergetragen. Die Flüssigkeit in der Vorhoftreppe (Perilymphe) wird entsprechend der Schallschwingungen rhythmisch bewegt. Der Druck wird durch ein kleines Loch (Helicotrema) in die Paukentreppe geleitet und am runden Fenster ausgeglichen. Bei diesen Druckschwankungen wird der basale Teil der Hauptmembran zur Seite der Paukentreppe ausgelenkt. Die Tektorialmembranauslenkung in Richtung der Haarzellen löst einen Reiz aus, da die Stereozilien der Haarzellen abgelenkt werden. Das führt zur Öffnung der mechanisch empfindlichen Kanäle in der Zellmembran und zur Depolarisierung der Zellen. Die entstehende elektrische Reaktion, genannt „Mikrophoneffekt“, erinnert an ein Tonzeichen. Bei einem übergroßen Reiz (akustisches Trauma), einem Barotrauma des Ohres, einer Infektionskrankheit, der Einnahme einiger ototoxischen Arzneimittel (Antibiotika, Streptomycine und Neomycine), von Giftstoffen (Quecksilber, Blei) sterben die Zellen. Die Frage nach der Möglichkeit, sie aus Vorgänger-Zellen des neurosensorischen Epithels zu regenerieren, ist von großer praktischer Bedeutung. Es wurde bei Vögel- und Säugetierversuchen bereits bewiesen. Die Noxe löst eine dystrophische Veränderung der Zellorganelle aus. Dies führt zu metabolischen Schüben, unter anderem zur Störung der Protheinsynthese, jedoch nicht in allen Zellen zugleich. Die Ursache dafür konnte bisher nicht geklärt werden. Das führt zu einem Zustand, der der Parabiose ähnlich ist: die Zellen sind noch lebensfähig, aber ihre funktionelle Aktivität ist in verschiedenem Grad reduziert. Der Grad der Störung bei der Schallaufnahme hängt dabei von ihrer Ausdehnung ab. Wenn die Noxe weiter einwirkt oder die von ihr bedingten metabolischen Veränderungen steigen, sterben die Zellen. Doch dank einer Verzögerung des Metabolismus im Neuroepithel des Spiralorgans und seinem ausreichenden Energievorrat sollten die funktionalen, also auch die morphologischen Störungen, die von Giftstoffen in den Zellen bedingt sind, nicht sofort, sondern allmählich entstehen. Dies spricht für medizinische Maßnahmen bei Patienten, die an sensoneurotischer Schwerhörigkeit leiden, selbst wenn die Erkrankung fortgeschritten ist. Ziel unserer Arbeit war: 1. mit Hilfe der Computerdiagnostik nach R. Voll die Ätiologie der Noxe des Cochlearisnervs zu klären. 2. die Wirksamkeit von PERTH bei der Cochleoneuritisheilung in Yevpatoria zu prüfen. 3. Bei klinischen Tests mit PERTH wurden 35 Kinder im Alter von 3-14 Jahren und 32 Erwachsene behandelt, die lange Zeit an Cochleoneuritis verschiedener Ätiologie gelitten haben. 18 Kinder hatten einseitigen Hörschaden, 2 Erwachsenen hatten einseitigen, die anderen Erwachsenen beiseitigen Hörschaden. Alle Patienten klagten über Hörschwierigkeiten und Ohrensausen. Sie wurden lange Zeit gelegentlich ambulant und in einem Krankenhaus behandelt, aber ohne Gehörverbesserung und Abnahme des Ohrensausens. Zum Prüfen der Funktionalität des Hörorgans wurde folgendes benutzt: eine Stimmgabel C-128, die Rein-Tonaudiometrie, Computer-Elektroakupunktur-Diagnostik nach R. Voll. Die Patienten wurden vor der PERTH-Therapie nach 12 und 24 Tagen Behandlung klinisch untersucht. Am Anfang der Behandlung wurde bei allen Patienten festgestellt: positiver Rinne-Versuch, „Lateralisation ins gesunde Ohr“ (Weber-Versuch), bei Patienten mit einem einseitigen Hörschaden ein höherer Wert bei der Schwabach-Methode. Bei der Rein-Tonaudiometrie wurde bei allen Kranken ein Hörschaden festgestellt. Vor der PERTH-Therapie wurden mit der EAV-Methode folgende Störungen festgestellt: * niedrige Dosen von LYMPH-Meridian (LOR), darunter KTI, Lymphabfluß in den Ohren (bis 22-38 Bezugseinheiten) hatten 30 Kinder (85,7%) und 32 Erwachsene (100%); * niedrige Dosen von Nervendegeneration-Meridian, darunter KTI, niedrigen Leitwert der Gehirnnerven (bis 25-42 Bezugseinheiten) hatten 31 Kinder (88,5%) und 35 Erwachsene (100%); * niedrige Dosen von SPED-Meridian, darunter SPED von Kopforganen (bis 20-38 Bezugseinheiten) hatten 30 Kinder (85,7%) und 28 Erwachsene (80%); * niedrige Dosen in den Kranialen, darunter NLW des Mittelohrs (TR 17), des Innenohres (TR 18), der Schnecke (TR1b) (bis 22-36 Bezugseinheiten) hatten 30 Kinder (85,7%) und 35 Erwachsenen (100%). So hat die EAV ein degeneratives Geschehen im Hörorgan von Patienten bestätigt. Bei medikamentösen Tests mit der EAV wurde eine Reaktion auf folgende ätiologische Faktoren festgestellt: 1. Nosoden von Virusantigen – 45 Patienten (67,2%), wobei bei 30 (66,6%) eine Reaktion auf Virus-Nosod herpes zoster festgestellt wurde; 2. Faktor der medikamentösen toxischen Belastung, Streptomycin – bei 31 (46.2%), Salizylsäure – 12 (17,9%) Patienten. 3. Faktor der ökologischen Belastung – Quecksilberzahnamalgam bei 12 (17,9%), Blei – bei 8 (11,9%), Netraethylblei – bei 10 (14,9%) Patienten. Das Heilverfahren der Patienten betrug durchschnittlich 24 Tage, die Applikationen wurden dreimal pro Tag durchgeführt, morgens von 9.00 Uhr bis 11.00 Uhr, nachmittags von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr und abends von 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr, abwechselnd Programme des Geräts „EMG Profi“ und einmal pro Tag (tagsüber) - ein Mattenapplikator und 2 Mal pro Tag – ein Kopfapplikator. Nach zwölf Behandlungstagen haben mehr als 50% der Kinder und 38% der Erwachsenen ein Schwinden des Ohrenbrausens und eine Hörverbesserung bemerkt. Bei der Stimmgabeluntersuchung wurde die Verbesserung des knöchernen Leitwerts festgestellt. Die Tonaudiometrie hat eine Senkung der Schwelle für die Schallaufnahme gezeigt und bei der EAV wurde bei diesen Patienten die Zunahme der elektrischen Leitfähigkeit durchschnittlich auf 5-8 Bezugseinheiten im Vergleich zu den ursprünglichen Angaben festgestellt. Nach 24 Behandlungstagen (72 Applikationen) wurde bei der Stimmgabeluntersuchung eine deutliche Verbesserung des knöchernen Leitwertes bei 28 (87,5%) Kindern und 24 (75%) Erwachsenen festgestellt. Die Tonaudiometrie hat eine Senkung der Schwelle der Schallaufnahme auf durchschnittlich 10-15 dB angegeben. Diese Patienten hatten kein Ohrenbrausen, schliefen gut und hatten einen guten Appetit. Alle Patienten haben die Applikationen gut vertragen, dabei haben die meisten eine angenehme Wärme im Hinterkopf und Scheitel gespürt. Zusammenfassung 1. Da bewiesen ist, daß PERTH die Blutversorgung von Geweben, die Mikrozirkulation und Geschwindigkeit des Blutstroms verbessert, die Blutviskosität reguliert und dabei das Verschwinden der Erythrozytenaggregation verursacht, die Zellernährung optimiert, die Proteinsynthese und Zellregeneration normalisiert, ist diese Methode bei der Behandlung solcher Pathologien wie der neurosensorischen Schwerhörigkeit (Schallempfindungsschwerhörigkeit) aussichtsreich. 2. Das Wärmeempfinden im betroffenen Organ ist nichts anderes als ein Kennzeichen für die Regeneration der Wasserinformationsstruktur in den affizienten Zellen, da die Frequenz der zwischenatomaren Bindung des Wassers und die Frequenz der Winkelschwankungen in der zwischenatomaren Bindung im Wasser mit normaler Struktur im Infrarotbereich entstehen (Ludwig W. Wasser als Informationsträger, Biol. Med. 2002; 3: 150-154). |