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Literaturhinweise zur Therapie mit pulsierenden elektromagnetischen Feldern (PEMF) Seite 2 PDF Drucken E-Mail

Hirnblutung

  • Gilinskaja, N.Ju., Olesov, G.V. et al, Physiotherapeutische Abteilung des Städtischen Krankenhauses Nr. 1, Moskau, Rußland, Magnetfeldtherapie bei Gefäßerkrankungen des Gehirns, Nowosti medizinskoj techniki 3, 66-68, (1977)

Mit dem russischen Polus 1 Gerät (pulsierend 50 Hz, 10-30 mT) werden 52 Patienten mit unterschiedlichen Krankheiten behandelt, wie vasomotorische Dystonie, Hypertonie, schwere Störungen der Gehirndurchblutung, besonders des thrombotischen Typs.

Bei der 1. Gruppe mit vasomotorischer Dystonie ergibt sich bei 8 Personen eine Verbesserung der Sensationen, die als Verminderung oder vollständiges Verschwinden von Kopfschmerzen, Schwindel und Angstgefühlen subjektiv verzeichnet werden. Objektiv harmonisierte sich der Blutdruck. Bei 2 Patienten dieser Gruppe mußte die Behandlung wegen schlechter Verträglichkeit abgebrochen werden.

Bei der 2. Gruppe mit thrombotischen Störungen ergibt sich nur bei 2 von 9 Kranken eine Heilung, bei 5 weiteren eine Verbesserung der Beschwerden, bei 2 Patienten wird die Behandlung unterbrochen.

Bei der 3. Gruppe mit weiteren Gehirndurchblutungsstörungen ergibt sich bei 20 Patienten eine Verbesserung. Die Muskelkraft der Extremitäten ist verstärkt, die Sprachfähigkeit und Erinnerungsfähigkeit sind verbessert.

Bei der 4. Gruppe mit Halswirbelsyndromen (10 Patienten) ergibt sich in 4 Fällen komplette Heilung, in 6 Fällen Verminderung der Symptome Kopfschmerz und Brechreiz, die Gefühllosigkeit des Gesichtes und der Hände lassen nach.
20 Patienten haben zusätzlich zur Magnetfeldtherapie Medikamente erhalten, diese Kombination ergab die besten Resultate.

  • Kelinskeia, N. Yu., Olessov, G.W., Makurina, D.W., Institut für Medizinische Instrumente und Ausrüstungen, Rußland, Magnetotherapie bei Gefäßkrankheiten des Gehirns, Novosti medicinskoj tekhniki 3, 66-68 (1977)

Für die Behandlung von vaskulären Erkrankungen des Gehirns werden PEMF eingesetzt. Angewendet werden sinusförmige MF mit Amplituden von 12,5 und 20 mT Induktion. Die Behandlung erfolgt 10 Tage lang, jeden Tag 10 Minuten. Die therapeutische Wirksamkeit ist bei 44 von 52 Patienten zu messen mit Hilfe der Rheoenzephalographie und unter Testung des Erinnerungsvermögens.

  • Baychev, Marinkev, Sabev, Todorov, Gacheva (Bulgarien), Evaluating the Effect of Alternating Magnetic Field on Vasculo-Vegetative and Motoric Disorders in Stroke Patients, Kurortol. fizioter. 27/3, 6-14 (1990)

Es wird gezeigt, wie eine Gruppe von 35 Schlaganfallpatienten nach einer Behandlung mit elektromagnetischen Wechselfeldern über 15 Tage wesentliche Verbesserungen im Zustand aufweist: Blutdurchfluß, vaskulärer Tonus in beiden Hemisphären (dabei mit Tendenz zum Ausgleich von Asymmetrien), verbesserte periphere Durchblutung, verringerte Spastizität. Die beschriebenen Effekte werden von den Autoren auf einen direkten Einfluß des Magnetfeldes auf die Mikrozirkulation in den Gehirnstrukturen zurückgeführt. Eine Anwendung bereits in der akuten und subakuten Phase nach dem Insult wird empfohlen.

Thrombophlebitis

  • Toroptsev, J.V., Morphological Characteristics of the Biological Action Produced by Magnetic Fields, Archiv patologii 30, 3-12 (1968)

Literaturübersicht und experimentelle morphologische Forschung des Autors.
Ein magnetisches Gleichfeld (7000 Oe) und ein magnetisches Wechselfeld (50 Hz, 200 Oe) besitzen eine ausgeprägte biologische Wirkung. Das Wechselfeld ist infolge der physikalischen Bedingungen bei der gleichen Behandlungszeit gegenüber dem Gleichfeld wirksamer. Beide Magnetfelder bewirken Strömungen der hämodynamischen- und der Lymph-Zirkulation. Histologische Untersuchungen zeigen eine Dilatation der Kapillaren und eine Ödemreduzierung der Lungen und der Hoden. Histologische Schnitte zeigen nach 30-tägiger Feldbehandlung eine Normalisierung des morphologischen Bildes.

  • Pasynkov, E.J., Konstantinova, G.D. et al., Physiotherapeutische Abteilung des Städt. Krankenhauses Nr. 1, Moskau, Rußland, Magnetfeld-Therapie (Polus 1) bei venösen Erkrankungen der Beine, Novosti medicinskoj Technik 3, 61-63 (1977)

471 Kranke werden mit Polus 1 (Sinus, 59 Hz, 14-30 mT) behandelt, davon 394 mit postthrombotischen Defekten und 77 mit varikösen Erkrankungen der Beine. Eine Behandlung besteht aus 15-40 Minuten täglich. Insgesamt werden jeweils 20 Behandlungen vorgenommen.
Die Therapieergebnisse werden mit "gut" zu 83,7%, mit "zufriedenstellend" zu 10,6% und "ohne Effekt" nur 0,2% angegeben.
Die Schlußfolgerungen lauten:

  1. Die Magnetfeldtherapie ist indiziert bei allen Erkrankungen der Venen, die auf eine chronische venöse Insuffizienz deuten.
  2. Die Effektivität der Magnetfeldtherapie bei postthrombotischen Erkrankungen ist um so höher, je schneller die Behandlung nah der akuten Thrombose einsetzt.
  3. Eine Wiederholung der Behandlung nach 6 Monaten bringt weitere Erfolge.
  • Pasynkov, E.J., Konstantinova, G.D., Vlasova, E.I., Lehrstuhl für Chirurgie des 2. Med. Inst., Physiotherapeutische Abt. des Städt. Krankenhauses Nr. 1, Moskau, Rußland, The Therapeutic Use of Alternating Magnetic Field in Chronic Diseases of the Veins in the Lower Extremities, Vestnik Khirurgii 19, 11, 16-19 !976)

An 271 Kranken zwischen 18 und 62 Jahren mit chronischer Veneninsuffizienz der unteren Extremitäten als Folge postthrombotischer oder varikoser Venenerkrankungen wird die MF-Therapie erprobt.
Die ersten 7 bis 10 Sitzungen erfolgen in der Klinik, weitere Behandlungen sind ambulant. Der trophische Ulcus wird 10-20 Minuten täglich mit insgesamt 20-30 Behandlungen angegangen. Behandelt wird mit dem Gerät Polus 1 (50 Hz sinusoidal, 275 Oe = 22000 A/m). Der Kranke liegt, die Beine sind erhöht, 2 Spulen werden gleichzeitig angelegt. Die Richtung der Feldlinien zum Geschwür erscheint den Autoren von großer Wichtigkeit. Postthrombotische Erkrankungen werden in wiederholten Therapieserien behandelt. Die Heileffekte bleiben dann über 5-7 Monate hinaus erhalten und sind ausgeprägter. Zwischen 2 Behandlungsintervallen sollten nicht länger als 6-10 Monate liegen. Je früher die Behandlung bei postthrombotischen Erkrankungen erfolgt, desto besser spricht das MF an. Die beste Behandlungszeit liegt bei 2-3 Wochen nach der Thrombose. Insgesamt ergibt sich folgendes Bild:
236 Patienten = 87% objektiv günstig
34 Patienten = 12,6% subjektiv gut, objektiv keine Änderung
1 Patient = 0,4 % keine Besserung
Die Autoren geben das MF als indiziert an bei chronischen Erkrankungen der Venen, bei trophischen Wunden der Haut (Schmerzlinderung), Thromboseattacken und als Prophylaxe bei postoperativen Komplikationen.

  • Zhukow, V.N., Trufanov, L.A., Musienko, S.M., Voprosy kurortologii, fizioterapii i lecebnoj fiziceskoj kultury, S. 28-31 (1981)

Es wurde die Wirkung eines permanenten Magnetfeldes auf den transkapillären Metabolismus bei Patienten mit pathologischen Venengefäßen und einem daraus resultierendem gestörten venösen Abfluß untersucht. Es wurde gezeigt, daß in der ödematösen Form von postthrombophlebitischer Krankheit das Magnetfeld beträchtlich transkapilläre Metabolismen verbessert. Weiterhin erzeugt das Feld einen dehydrierenden Effekt durch Erhöhung des kolloidal-osmotischen Drucks in den mikrovaskulären Schichten, es aktiviert die Arbeit der Kalium-Natrium-Pumpe, es fördert den wirkungsvollen Transport von Sauerstoff zum Gewebe und seine adäquate Nutzung.

  • Smirnova, S.N., Moskau; III. Nat. Symposium für MFT Sofia (1995)

Der Einfluß eines wechselnden schwachen elektromagnetischen Feldes auf den Zustand der peripheren Blutzirkulation,
Das Ziel unserer Arbeit ist die Schaffung einer neuen Methode, die helfen wird, die Effizienz und die Behandlungszeit von Krankheiten der peripheren Blutgefäße der Extremitäten mit Hilfe von schwachen, pulsierenden elektromagnetischen Feldern zu verbessern. Wir nutzten den Apparat "Polus-4" zur Lösung des Problems. In unserer Behandlung waren 68 Patienten (68 Patienten mit obliterierender Atherosklerosis der Gefäße der unteren Extremitäten, 36 Patienten mit chronischen Venenleiden, 11 Menschen mit diabetischer Angiopathie). Während des Behandlungsprozesses wurde festgestellt, daß sich der Therapieeffekt bei Menschen mit Erkrankungen der arteriellen Gefäße der unteren Extremitäten nach 3 bis 4 Prozeduren eintritt: Das Gefühl der Kälte und Schwäche der Extremitäten wurde weniger. Bei Menschen mit chronischen Venenerkrankungen begann der Behandlungseffekt nach der 5. bis 6. Prozedur. Ödeme und das Schmerzsyndrom verringerten sich. Bei den Patienten mit diabetischer Angiopathie trat der Therapieeffekt nach der 7 bis 8 Behandlung auf: Das Gefühl der Taubheit verschwand. Bei der dynamischen Untersuchung mit der TV-Kapillaroskopie wurde ein Ansteigen der Zahl der aktiven Kapillaren um 12 bis 18% beobachtet, das Abschwellen der Ödeme, ein geringes Ansteigen der Blutfließgeschwindigkeit wurde beobachtet. Der atonische Typ der Mikrozirkulation ist der vorherrschend Typ im Organismus von Menschen mit starken spastischen Komponente. Die Patientengruppe für die Untersuchung (Verumgruppe) bestand aus 32 Personen. Die Behandlung erfolgte mit einem PEMF das vom Apparat "Polus-101" abgegeben wurde. Es konnte ein Therapieeffekt von 68% festgestellt. Die Placebo-Gruppe bestand aus 24 Personen, der Behandlungseffekt betrug 25%.
Auf diese Weise wurden schwache pulsierende elektromagnetische Felder erstmalig angewendet zur Behandlung der erkrankten peripheren Blutgefäße. Es ist eine neue hoch effektive Methode, die eine signifikante biologische Aktivität bietet und Vorteile gegenüber der früher genutzten magnetischen Felder für diese definierte Pathologie bietet.

Ulcus cruris

  • Stiller, M.J., Pak, G.H., Ghupack, J.L., Thaler, S., Kemy, C., Jondrea, L., A Portable Pulsed Electromagnetic Field (PEMF) Device to Enhance Healing of Recalcitrant Venous Ulcers: A Double-blind, Placebo-Controlled Clinical Trial,

J. of Investigative Dermatol. 96, S. 570 and Clinical Research 39, S. 509 A (1991)
Eine doppelblinde, placebokontrollierte, multilokuläre Studie beurteilt die klinische Effektivität und Sicherheit der pulsierenden elektromagnetischen Körperglied-Ulcus-Therapie (PELUT) bei der Heilung von venösem Bein-Ulcus. Das tragbare Gerät wird zu Hause für drei Stunden täglich als Zusatztherapie zum Wundverband innerhalb acht Wochen klinischer Erprobung benutzt. Wundoberfläche, Ulcustiefe und Schmerzintensität werden zu Beginn, in der vierten und achten Woche beurteilt.
In der achten Woche hat die aktive Gruppe eine 47,7 %ige Verringerung der Wundoberfläche gegenüber einer 42,3 %igen Erhöhung für Placebo (p<0,0002).
Die Evaluationen der Forscher zeigen, daß 50% des Ulcus in der aktiven Gruppe heilen oder sich verbessern gegenüber 0% in der Placebogruppe.
0% der aktiven Gruppe verschlechtern sich gegenüber 54% der Placebogruppe (p<0,001).
Signifikante Abnahme in der Wundtiefe (p<0,04) und Schmerzintensität (p<0,04 bestehen bei der aktiven Gruppe.
Es gibt keine nachteiligen Ergebnisse, die diesem Gerät zuzuschreiben sind. Daraus wird geschlossen, daß das PELUT Gerät ein sicherer und wirksamer Zusatz zur nicht chirurgischen Therapie für venöse Unterschenkel Ulcera ist.

  • Ieran, M., Zaffuto, S., Bacnacani, M., Annovi, M., Moratti, A., Cadossi, R., Effect of Low Frequency Pulsing Electromagnetic Fields on Skin Ulcers of Venous Origin in Humans: A Double-blind Study. J. Orthop. Res. 8, 276-282 (1990)
  • Tiuriaeva, A.A., Ponizovsky, V.M., Akimov, G.L., Krankenhaus Nr. 2, Perm, Lehrstuhl für Experimental-Physik, Uni. Perm, Rußland, Alternating Magnetic Field Effect upon Healing of Ulcers of the Lower Extremities, Vestnik Khirurgii 119, 8, 84-85

302 Patienten mit Ulcus cruris werden täglich einem lokal applizierten MF mit 59 Hz Frequenz und meistens mit 400 Oe Stärke (32.000 Am) ausgesetzt. Gleichzeitig wird eine Heilemulsion auf die Wunde gestrichen. Eine vollständige Heilung kann nach kurzer Zeit bei 57 Patienten beobachtet werden, wobei der Ulcus varicosus besonders gute Heilerfolge zeigt. Weitere 42 Patienten werden in den folgenden 1 bis 7 Jahren vollständig geheilt. Bei 9 Personen rezidivierte der Ulcus. Als Besonderheit vermerken die Autoren eine Normalisierung des arteriellen Blutdruckes und Pulses.

  • Tiuriaeva, A.A., Physiotherapeutische Abteilung des Eisenbahnkrankenhauses Perm, Rußland, Behandlung von dystrophischen Geschwüren sowie eiternden und infizierten Wunden an den unteren Extremitäten mit wechselnden Magnetfeldern, Voprosy kurortologii, fizioterapii i lecebnoj fiziologitceskoj kultury 32, 48-50 (1967)

Seit 1938 werden in dem Institut Versuche mit einem 50 Hz-Magnetfeld unternommen.
a) Der einfachste Nachweis der Wirkung eines PEMF ist eine Verlangsamung der Blutsenkungsgeschwindigkeit.
b) Weiterhin bewirkt das PEMF eine Permeabilitätsveränderung an der Erythrocytenmembran.
c) Die Blutgerinnung ist verlangsamt.
d) Die Phagocytosepotenz der Leukocyten ist verstärkt.
e) Bei Mäusen weist der O2-Bedarf im PEMF eine sinkende Tendenz auf.
f) Die Permeabilität der Froschmuskelzellen steigt.
Anhand von umfangreichen Studien in Kriegslazaretten wird bewiesen, daß die MF-Therapie schmerzstillende Wirkung bei Hautallergien, Traumen, peripheren Nerven- und Phantomschmerzen nach Amputationen hat. Ebenso wird ein schmerzstillender Effekt bei der Behandlung innerer Krankheiten mit PEMF erzielt, der teilweise dauerhafte völlige Schmerzfreiheit garantierte. Gute Erfolge bei hypo- und hyperazider Gastritis. Außerdem Heilung von Hautkrankheiten durch Austrocknungseffekt bei nässenden Hautekzemen und Pyodermie sowie neurogenen Ekzemen. Ausheilung infizierter Wunden und Verbrennungen durch MF-Felder. Verwendete MF-Stärke: 159,2 A/cm (200 Oersted). Behandlung zuerst wöchentlich, bei Granulationsgewebebildung täglich, in der Epithelisierungsphase 2mal wöchentlich. Zuerst 10 Minuten pro Sitzung, sukzessive Steigerung bis 20 Minuten in der 13. und 14. Sitzung. Nach 2. Sitzung Heileffekt bei Geschwüren und Wunden; bei 80% der Patienten verschwinden die Schmerzen, bei 20% nach der 8. Sitzung und 9. Sitzung. Wenn Granulationen vorhanden, verändern diese die Farbe, das Sekret wurde serös. Behandlungsdauer bis zur völligen Heilung zwischen einigen Wochen bis zu 4 Jahren.

  • Smith, C.W., Coherent Electromagnetic Fields and Bio-Communication. In: F.A. Popp et al.: Electromagnetic Bio-Information, 2. Auflage, Urban Schwarzenberg 1989

Eine ungünstige auf den Patienten wirkende Frequenz muß mindestens 15 Sekunden lang konstant anhalten, ehe der Organismus darauf reagiert. Vorher reichen offenbar die kybernetischen Regelkreise des Körpers aus, das schädliche Signal zu kompensieren. Bei Gesunden ist dies auch länger oder beliebig lange möglich.
Auf ein für den Körper nützliches Signal reagiert der Körper in Bruchteilen von einer Sekunde.
Ist der automatische Frequenzdurchlauf nicht zu schnell, so reagiert der Patient positiv auf sämtliche Frequenzen während des Durchlaufes, mit denen er in Resonanz kommt.

Neurologie

  • Gilinskaya, N.Yu., Moscow Regional Clinical Research Institute, Moscow, Rußland, Magnetotherapy and Laser Radiation in Treatment of Neurologic Diseases.

Neue physikalische Methoden der Magneto- und Lasertherapie bei neurologischen Erkrankungen wurden vom Lehrstuhl für Psychiatrie der Fakultät für Höhere Medizinische Weiterbildung für Ärzte im Moskauer Distrikt ausgearbeitet.
Es hat sich gezeigt, daß das Magnetfeld motorische Impulse verstärkt, den Tonus des Sympathicus in Fällen seiner Überstimulierung reduziert und die Blutzirkulation verbessert. Die Magnetotherapie verbessert auch die cerebrale Blutzirkulation bei thrombo-ischämischen Insulten und es besteht ein Hypokoagulationseffekt auf das System der Blutzirkulation. Der Cortisolgehalt steigt im Blutserum an und eine Normalisierung von Immunfaktoren wurden bei der Guillain-Barré-Polyneuritis beobachtet. Reinnervationsprozesse im cerebrospinalen Bereich wurden bei der Syringomyelie gesehen.
Das pulsierende Magnetfeld (PEMF) wurde zuerst bei der Behandlung von solchen Erkrankungen des Nervensystems eingesetzt wie der vegetativen Polyneuritis, Komplikationen eines apoplektischen Insultes, der Guillain-Polyneuritis und der Syringomyelie. Das PEMF erlaubt die Qualität der Heilung bei den erwähnten Erkrankungen zu verbessern, die Behandlungszeit zu verkürzen, die Remissionsphase zu verlängern und Rückfällen und Komplikationen vorzubeugen. Alle Methoden sind von den Autoren geschützt durch Patente.
Der Laser wurde eingesetzt bei akuten schmerzhaften Syndromen des Peripheren Nervensystems.

  • Borgen, R.B., What is the Role of Naturally Produced Electric Current in Vertebrae Regeneration and Healing? Int. Rev. Cytol. 76, 245-298 (1982)

Die Studie weist nach, daß die Axonregeneration verbessert wird. Gleichfalls wird der Untergang der lädierten Axone verringert.

  • Kholodov, Yu. A., Prof. Dr. Sc. Biol., Head of Lab. Electromagnetic Neurophysiology, 11786, Russia, Moscow, Butlerova St. 5A, Institute of Higher Nervous Activity Russian Academy of Sciences (Tel: 095/338-23-44; Fax: 095/338-85-00), The Nonspecific Reaction of Mammalian Brain to Magnetic Fields.

Wir untersuchten die Wirkung verschiedener Magnetfelder (MF) auf das Gehirn mit psycho-physikalischen Methoden. Zwei medizinische Geräte, "Magneter" (40 mT, 50 Hz) und "Awimp" (0,3 T, pulsierendes MF/PEMF) wurden benutzt.
Die unspezifische Reaktion des Gehirns auf PEMF schließt ein: 1. Lange Latenzzeit (ca. 20 s). 2. Direkte schwache Stimulation der Nocizeptor-Systems. 3. Eine Synchronisation im EEG, die hauptsächlich im Frontalbereich der rechten Hemisphere auftrat. 4. Unsere Experimente haben gezeigt, daß das MF epileptische Entladungen im Gehirn von Affen, Hasen und Ratten hervorrufen kann, die durch Gehirnläsionen, ionisierende Strahlung oder genetisch bedingt waren. 5. Das Überwiegen von inhibitorischen Effekten von Verhaltensreaktionen. 6. Die Aktivierung der Neuroglia (mehr Astrozyten). 7. Akkumulationseffekte vom PEMF.
Zusammenfassend können wir feststellen, daß die Hauptbasis der Reaktion des Organismus auf das PEMF wird vermittelt über das Nervensystem, durch eine "Initial Adaptive Reaction of Brain" (IARB). Wir vermuten das die IARB ist eine Prästreß-Reaktion und deshalb haben sie therapeutische Effekte. Weitere Studien der IARB helfen die praktischen Probleme der Therapie, Diagnose, Hygiene und Ökologie zu lösen ("elektromagnetische Pollution" und "elektromagnetischer Hunger).

Fehlentwicklung

  • Bassett, C. A. L. et al., A Non-operative Salvage of Surgically Resistant Pseudarthroses and Non-unions by Pulsing Electromagnetic Fields, Clin. Orthopedics 124, pp. 128-143 (1977)

Der therapeutische Nutzen von Magnetfeldern im ELF-Bereich (PEMF) wird anhand von fehlentwickeltem Gewebe eingehend dargestellt. Die Erfolgsrate liegt bei 70 %.

Knochenbruch - Pseudarthrose

  • Fitzsimmons, R.J., Baylink, D.J., Growth Factors and Electromagnetic Fields in Bone, Clin. Plast. Surg. 21/3, 401-406 (1994)

Die Studie zeigt, daß ein elektromagnetisches Feld von 15,3 Hz imstande ist, Erkrankungen des Knochens erfolgreich zu therapieren.

  • Bassett, C. A. L., Pawluk, R. J., Pilla, A. A., Acceleration of Fracture Repair by Electromagnetic Fields. A Surgically Non-invasive Method, Annals NY, Acad.-Science 238, pp. 242-261 (1974)

In einer sehr ausführlichen Studie werden die Vorteile der Magnetfeldbehandlung von Knochenbrüchen beschrieben. Eine Reihe von Demonstrationsfotos zeigt eindrucksvoll die Nützlichkeit dieser Methode.

  • Bassett, C.A.L., Mitchel, S.N., Gaston, S.R., New York Orthopedic Hospital, Columbia; Presbyterian Medical Center and the Orthopedic Research Laboratories; Columbia University College of Physicians and Surgeons, NY City, USA, Treatment of Ununited Tibial Diaphyseal Fractures with Pulsing Electromagnetic Fields, The Journal of Bone and Joint Surgery 63-A, 4, 511-523 (1981)

125 Patienten mit 127 Frakturen werden exklusiv mit dem PEMF behandelt (200 µT, 60 Hz) Ein vollkommener Erfolg wird in 87% der Fälle verzeichnet. Die Heilung ist unabhängig vom Alter oder Geschlecht der Patienten, der Länge ihrer Krankheit, der Anzahl der früher mißglückten Operationen oder etwa der Präsens von Infektionen oder Metall-Fixationen.

  • Bassett, C.A.L., Canlo, N., Kort, J., University of Columbia, Congenital "Pseudarthrosis" of the Tibia: Treatment with Pulsing Electromagnetic Fields, Clinical Orthopedics 154, 136-148 (1981)

Ausführlich werden die Ergebnisse aus 7 Jahren Untersuchungen vorgelegt, die bei 34 Patienten die Wirkungen von niederfrequenten pulsierenden Magnetfeldern beweisen sollen. 50% der Fälle werden als komplett geheilt geschildert.

  • Bassett, C.A.L., Mitchel, S.N., Gaston, S.R., Pulsing Electromagnetic Field Treatment in Ununited Fractures and Failed Arthroses, J. Am. Med. Assoc. 247, 623-628 (1982)

Es wurden 1007 nicht heilende Knochenbrüche überprüft. Die Erfolgsrate in Bassetts Klinik betrug 81% mit der MFT.
Eine Gruppe von 332 Patienten, die durchschnittlich 4,7 Jahre einen nichtverheilenden Knochenbruch hatten, im Schnitt 3,4 Mal operiert wurden und zu 35% Infektionen erlitten hatten, wurden mit MFT behandelt. Die Erfolgsquote der Knochenheilung lag bei 75%.

  • Bassett, C.A.L., Mitchel, S.N., Schink, M.M., New York Orthopedic Hospital; Columbian Presbyterian Medical Center and the Orthopedic Laboratories, Columbia University, NY City, USA,

Treatment of Therapeutically Resistant Non-Unions with Bone Grafts and Pulsating Electromagnetic Fields, The Journal of Bone and Joint Surgery 64-A, 8, 1214-1220 (1982)

In einer Studie an 63 Patienten wird der Heilungseffekt von PEMF untersucht. Etwa ein Drittel der Gruppe hat Frakturinfektionen und im Durchschnitt 2,4 frühere vergebliche Operationen hinter sich. Bei insgesamt 87% der Fälle wird mit Hilfe des Magnetfeldes und zusätzlich Knochenprothesen ein Heilerfolg verzeichnet. Behandelt wurde durchschnittlich 4 Monate.

  • Sutcliff, M.L. et al., Senior Resistra, Royal Hallamshire Hospital, Sheffield, Clinical and Technical Research Associates, London, England, Treatment of Congenital Pseudarthrosis of the Tibia with Pulsing Electromagnetic Fields, Clinical Orthopedics 166, 45-57 (1982)

Berichtet wird über 37 Fälle von kongenitaler Pseudarthrose der Tibia, die mit PEMF entweder ausschließlich oder in Kombination mit operativen Praktiken behandelt werden. Bei 70,2% (26 Fälle) ist die Behandlung erfolgreich. Von 28 Patienten mit 30 Frakturen, die ausschließlich mit dem Magnetfeld behandelt wurden, gelangten 50% zur Heilung.

  • Lechner, F., Die Behandlung von Knochenbruchheilungsstörungen mit elektromagnetischen Potentialen, Monatsschrift Unfallheilkunde 77, 245-251 (1974)

Heilungsgestörte Frakturen werden einem niederfrequenten magnetischen Wechselfeld mit Stromüberträgerelektroden ausgesetzt. Es werden die Indikationsgebiete diskutiert.

  • Lechner, F., Chirurgische Abteilung des Krankenhauses Garmisch-Partenkirchen, Beeinflussung der Knochenbildung durch elektromagnetische Potentiale, Langenbecks Arch. Chir. 337 631-635 (1974) (Kongreßbericht)

Die Heilung von schweren, oft therapieresistenten Frakturen im magnetischen Impulsfeld (30 Oe) mit Stromüberträgern wird anhand von Röntgenkontrollen dargestellt.

  • Haimovici, N., Neguescu, M., Herder-Klinik, Abt. Handchirurgie und operative Rheumatologie, Bremen, Beeinflussung der Kallusbildung mit niederfrequenten gepulsten Magnetfeldern, Therapiewoche 30, 4619-4631 (1980)

In einer vergleichenden Untersuchung von 32 beidseitig durchgeführten Osteotomien des Metatarsale 1 mit Plattenosteosynthese wird nur jeweils die eine operierte Seite mit einem gepulsten Magnetfeld behandelt. In 56,32% der Fälle ist eine deutliche Besserung der Kallusbildung, in 15,6% nur eine mäßige Beschleunigung der Heilung festzustellen. Die durchschnittliche Heilungszeit bei der mit PEMF behandelten Osteotomie beträgt 16 Wochen, die der nicht behandelten Seite 7,5 Monate (!).

  • Mulier, J.C., Spaas, F., Orthopädisches Department, Akademisch Ziekenhuis Pellenberg, Katholische Universität Leuven, Belgien, Out-Patient Treatment of Surgically Resistent Non-Unions by Induced Pulsating Current - Clinical Results, Arch. of Orthopedic and Traumatic Surgery 97, 293-297 (1980)

Mit Hilfe einer Spulenanordnung nach Bassett werden 19 Fälle von therapieresistenten Knochendefekten behandelt. Das wirksame MF ist niederfrequent pulsierend mit lediglich 200 µT Induktionsstärke. Die Patienten benutzen das Feld auch nachts, insgesamt 12 bis 16 Stunden täglich. 11 Frakturen zeigen eindeutige Besserung. Das System wird auch deshalb favorisiert, weil es äußerst kostengünstig wirkt.

  • Barker, A.T., Dixon, R.A., Sharrard, W.J.W., Sutcliffe, M.L., Pulsed Magnetic Field Therapy for Tibial Non-union, Lancet, May 5, 994-996 (1984)

Doppelblinde Studie an Schienbeinbrüchen, welche seit mehr als einem Jahr nicht verheilten. Eine deutlich höhere Erfolgsquote trat in der Gruppe auf, die mit funktionierenden Magnetfeldtherapiegeräten behandelt wurde gegenüber einer Placebo-Gruppe.

  • Mabit, C., Pecout, C., Non-union of a Midshaft Anterior Tibial Stress Fracture: A Frequent Complication, Knee Surg. Sports Traumatol. Arthrosc. 1994 2 (1), 60-61 (1994)

Bei Ermüdungsbrüchen des Schienbeins empfiehlt man eine konservative Kombinationstherapie mit gepulsten Magnetfeldern. Eine Operation sollte erst nach 4 bis 6wöchiger Therapieresistenz durchgeführt werden.

  • Sharrad, W.J.W., A Double-Blind Trial of Pulsed Electromagnetic Field for Delayed Union of Tibial Fractures, J. Bone Jt. Surg. Br. Vol. 72B, 347-355 (1990)

Doppelblindstudie, die die Effizienz des PEMF bei der Knochenheilung beweist.

M. Bechterew - M. Sudeck

  • Dafipowa, J., I. Bontschewa, NZFLR Sofia, III. Nat. Symposium für MFT Sofia (1995)

Der Platz des PEMF und eines Niederintensiv-Laser (2mW) in der physikalischen Therapie und Rehabilitation bei Kranken mit ankylosierender Spondylarthritis (M. Bechterew).
Durch geführt ist eine vergleichende Untersuchung zur Festlegung der Stellung des PEMF und der niedrig-intensiven Laserstrahlung im Bereich des Bewegungsapparates bei der komplexen Therapie und Rehabilitation von Kranken mit ankylosierender Spondylitis.
In Abhängigkeit von den angewandten Faktoren sind 65 Patienten in zwei klinisch-experimentelle Gruppen eingeteilt worden. Bei der ersten Krankengruppe (30 Kranke) wurde das PEMF an der Wirbelsäule verabreicht mit einer Intensität von 163 A/cm, Dauer der Impulse 0,4 - 0,6 sec., täglich 15-20 min. pro Behandlung. In der zweiten Gruppe (35 Kranke) wirkte zusätzlich ein Niederintensitätslaser mit einer Ausgangsleistung von 2 mW, angewandt durch manuelle Führung paravertebral. Bei der Kontrollgruppe von 26 Patienten wurde nur Kineosiotherapie angewandt, wie bei der Verumgruppe.
Aus den klinischen Daten wurde festgestellt: A) Ausgesprochen günstiger therapeutischer Effekt bei den Bechterew-Kranken durch das PEMF, B) Die Priorität der Wirkung bei der Beweglichkeitssteigerung und beim Schmerzsyndrom hat das PEMF.

  • Damjanowa, J., DIB "Zarina Johann" KFR, Sofia, III. Nat. Symposium für MFT, Sofia (1995), Unser Versuch der Anwendung des PEMF bei der Heilung von postfrakturellen Zuständen der Extremitäten und Sudecksyndrom.

Im vorliegenden Artikel legen wir die Resultate von unseren langjährigen Beobachtungen über die Wirkungen des niederfrquenten Magnetfeldes bei den Rehabilitationsprozessen bei Kranken mit postfrakturellen Zuständen, kompliziert mit Sudecksyndrom, vor. Die Beobachtungen sind bei 32 Kranken durchgeführt worden - 22 mit Zustand nach Fraktur der Knochen der oberen Extremität - Radiusfraktur an typischer Stelle bei 18 Kranken und am Humerus bei 4 Kranken; bei 10 Kranken mit Trauma der oberen Gliedmaßen - 6 mit bi- und trimalleolaren Frakturen der Unterschenkel und 4 nach Trauma und operativer Intervention wegen einer Achillessehnenläsion.
Da PEMF wendeten wir direkt nach Einsetzen der Immobilisation an, am häufigsten in Kombination mit Calcium- und Fluor-Elektrophorese sowie mit LFK (?).
Die Behandlungsserie schloß 15-20 Prozeduren ein, welche wir in den meisten Fällen nach einem Monat wiederholten. Die Resultate überprüften wir auf klinische Krankheitszeichen, Schmerzen, Lividität der Haut und wir objektivierten mit Dolorimetrie, Winkelmessung, Hauttemperatur, Rheographie und Röntgen.
Die Resultate bestätigen eine Wirkung des Magnetfeldes auf die Knochenstruktur auf der einen Seite, auf der anderen Seite auf die trophische Änderung der geschädigten Gewebe, was uns die Grundlage gibt, seine Anwendung in der frühen Regenerationsperiode bei postfraktoriellen Zuständen zu empfehlen, besonders wenn sie kompliziert sind durch das Sudecksyndrom.
Bei der Kontrollgruppe von 26 Patienten, wie auch bei den Kranken der experimentellen Gruppen, wurde eine Bewegungstherapie, die zu einer Verbesserung der funktionellen Kapazität der Wirbelsäule führte, angewandt.
Durch die Verfolgung der gewählten Konstellation von klinisch-funktionalen Merkmalen kann festgestellt werden:
a) es besteht eine günstige therapeutische Beeinflussung auf Kranke mit Spondylitis ankylosans durch die angewandten Faktoren im Komplex mit der Kinesiotherapie und
b) eine primäre Stellung hat das PEMF bei aktiver rheumatischer Erkrankung und bei Schmerzsyndrom.

Arthrose - Arthritis

  • Trock, D.H., Bollet, A.J., Markoll, R., (Yale University School of Medicine), Die Wirkung gepulster Felder bei der Behandlung der Arthrose des Knies und der Halswirbelsäule, Bericht über die Ergebnisse randomisierter, doppelblinder, placebokontrollierter Untersuchungen, J. Rheumatol., 21, 1903-1911 (1994)

Eine randomisierte, doppelblinde klinische Studie zur Untersuchung der Wirksamkeit gepulster elektromagnetischer Felder (PEMF) bei der Behandlung der Osteoarthritis des Knies und der Halswirbelsäule. t-Tests gepaarte Werte zeigten extrem signifikante Verbesserungen im Vergleich zur Baseline bei Abschluß der Behandlung und bei der einen Monat später durchgeführten Nachuntersuchung, während die Veränderungen bei den Placebo-Patienten bei Ende der Behandlung eine geringe Signifikanz zeigten und in Hinsicht auf die meisten Variablen bei der einen Monat nach Abschluß der Behandlung durchgeführten Nachuntersuchungen keine signifikanten Verbesserungen mehr festzustellen waren. Bei keinem der an dieser Studie teilnehmenden Patienten traten unerwünschte Wirkungen, Symptome, klinische Befunde oder Laborbeobachtungen auf Schlußfolgerung: Das PEMF zeigt bei schmerzhafter Osteoarthritis des Knies bzw. der Halswirbelsäule therapeutisch günstige Wirkungen.

  • Bischoff, Die physikalische Therapie der Arthrose, in: Orthopädie 15 (5), 388-393 (1986)

Die z.Zt. gebräuchlichen Methoden in der physikalischen Therapie bei Arthrose werden diskutiert. Es zeigte sich, daß die in den letzten Jahren eingeführten neuen Behandlungsmethoden keine wesentlichen Verbesserungen gebracht hätten. Eine Ausnahme bildet hier die Therapie mit niederfrequenten Magnetfeldern (Magnetfeldtherapie).

  • Liu, D.S., Abott, Bee, Gepulste elektromagnetische Felder beeinflussen die Zusammensetzung der extrazellulären Matrix des hyalinen Knorpels, ohne die molekulare Struktur zu verändern., Osteoarthritis and Cartilage, Vol. 4, 36-76 (1996)

Gepulste elektromagnetische Felder haben einen Einfluß auf den Abbau von Knorpel-Proteoglykanen. Die Ergebnisse deuten daraufhin, daß die Magnetfeldtherapie einen Aufbau von Knorpel bei Säugetieren und Menschen mit osteo-arthritischen Krankheitsbildern bewirken kann.

  • Trock, D.H., Bollet, A.J., Dyer, R.H. et al., A Double-Blind Trial of the Clinical Effect of Pulsed Electromagnetic Fields in Osteoarthritis, J. of Rheumatol. 1-6 (1993)

27 Patienten mit Osteoarthritis im Knie werden mit PEMF behandelt. 23 bis 61% Verbesserung tritt in der Verumgruppe auf. Dagegen ist in der Placebogruppe nur eine Verbesserung von 2 bis 18% zu verzeichnen. Die Behandlung mit dem PEMF zeigt eine Verminderung der Schmerzen wie auch eine Mobilitätsverbesserung. Es waren keinerlei toxische Erscheinungen während der MFT zu beobachten.

  • Trock, D.H., Bollet, A.J., Dühr-Unio, R.H., Fielding, L.P., Miner, W.K., Markoll, R., Die Wirkung gepulster elektromagnetischer Felder, J. Rheumatol. Vol. 20, 446-460 (1993)

In klinischen Studien über 17 Jahre wurden bei über 200.000 behandelten Patienten keine toxischen Effekte der Magnetfeldtherapie bei pulsierenden Magnetfeldern beobachtet. Daraus kann man schließen, daß die Behandlung sicher ist, wenn bei der Anwendung die Sicherheitsbestimmungen beachtet werden und kein leichtsinniger Umgang bei der Anwendung betrieben wird (Ausschluß von Patienten mit Herzschrittmachern u.ä.). Bei dieser Untersuchung gab es folgendes Resultat: Die aktiv behandelte Gruppe zeigte eine durchschnittliche Verbesserung von 34 % mitten in der Behandlung und 36% am Ende der Behandlung. Einen Monat nach Therapiebeginn lag die durchschnittliche Verbesserung dieser Osteoarthritis-Patienten bei 74%. Bei der Placebo-Gruppe war die Verbesserung zur Mitte der Behandlung bei 8%, 10% am Ende des Behandlungszeitraumes und 14% einen Monat später. Daraus kann man erkennen, daß es einen signifikanten Unterschied zwischen Placebo- und Verum-Gruppe gibt.

  • Kennedy, Roberts, Zuege, Dicus, Use of Pulsed Electromagnetic Fields in Treament of Loosened Cemented Hip Protheses: A Double-blind Trial, In: Clin. Orthop. Relat. Res. 286, 198-205 (1993)

Doppelblindstudie mit Patienten, deren Hüftgelenkprothesen ausgelockert waren. In der Verum-Gruppe, die mit Magnetfeldtherapie behandelt wurde, gab es eine Erfolgsquote von 53%, in der Placebo-Gruppe ohne Behandlung mit MFT war es eine von 11%.

  • Muff, Kissling, Magnetfeldtherapie bei unklaren Schmerzen nach Hüfttotalendoprothesen, Biologische Medizin, 5, 728 (1991)

Eine Besserung der Beschwerden nach der dreimonatigen Magnetfeldtherapie trat bei sieben von zwölf zementlos eingesetzten Hüfttotalendoprothesen auf. Bei einzementierten Endoprothesen findet sich kein Erfolg.

  • Popowa, W., Medizinische Universität Sofia, III. Nat. Symposium für MFT Sofia (1995)

Vergleichende Bewertung der Resultate von der Behandlung des PEMF und der Kinesiotherapie bei Patienten mit Lendenosteochondrose.
Bei Erkrankten mit Lendenosteochondrose wurde mit vergleichenden Betrachtungen der Effekt des PEMF allein als auch in Kombination mit Bewegungstherapie mit dem Ziel einer optimalen Schmerzlinderung und einem tonisierenden Effekt untersucht.
Die Kranken waren in 2 Gruppen aufgeteilt. In der ersten Gruppe wurde mit Magnetfeld im Bereich der Lendenwirbelsäule behandelt. In der zweiten Gruppe wurde Magnetfeld angewandt, gefolgt von Bewegungstherapie für die Verbesserung der Statik und Dynamik der Wirbelsäule und später auch für die Muskelstabilisierung ( quasi der Herstellung eines physiologischen Muskelskeletts).
Die erhaltenen Resultate zeigen, daß die kontinuierliche Anwendung des niederfrequenten Magnetfeldes, Feldstärke 200 Oe, Frequenz 10 Hz, Impuls 0,02 pro Sekunde, und die Bewegungstherapie einen besseren Effekt haben. Der Effekt drückt sich aus im schnellen Nachlassen der Schmerzen und der Verbesserung der Beweglichkeit, der Kraft und der Widerstandsfähigkeit der Brust- und Lendenmuskulatur.

  • Dikowa, A., I. Aleksiewa, L. Rusewa, NISM "N.I. Pirogow", III. Nat. Symposium für MFT Sofia (1995), Therapeutische Möglichkeiten der kontinuierlichen Anwendung des PEMF bei traumatischer Hämarthrose des Knigelenks im Kindesalter.

Die Studien verfolgen das Ziel, die therapeutischen Möglichkeiten des PEMF bei traumatischer Hämarthrose des Kniegelenks im Kindesalter aufzuzeigen.
Die klinisch-experimentelle Beobachtung wurde bei 20 Kindern durchgeführt, die im Alter von 4-14 Jahren waren. Sie waren erkrankt an traumatischen Hämarthrosen der Kniegelenkbänder und akuter Patellaluxationen. Durchgeführt wurde eine zweiwöchige physikalische Heilbehandlung mit PEMF (Apparat Magnetit-N-80) in Verbindung mit Bewegungstherapie.
Untersucht ist eine Reihe von klinisch-funktionellen Merkmalen. Diese umfassen: Schmerzen (subjektiv und objektiv-dolorimetrisch), Gelenkschwellung (Zentimeter), Ausmaß der Bewegung des betroffenen Gelenkes (Winkelmessung), Kraft des M. quadriceps femoris (MMT). Die deutlich günstige Beeinflussung der klinischen Symptomatik, insbesondere das Schmerzsyndrom, die Gelenkbeweglichkeit und die Muskelkraft, demonstriert die heilende Wirkung des PEMF bei traumatischen Weichteilschäden des Kniegelenkes und erlaubt seine Empfehlung für die Praxis.

  • Silin, L.L., Brovkin, S.V., Gorfinkel, I.L., Lehrstuhl für Traumatologie, Orthopädie und Militärische Chirurgie des 1. Med. Sidshinov Institutes, Moskau, Rußland, Alternating Low-Frequency Magnetic Field in the Treatment of Arthrosis Deformans of the Knee-Joints, In: Voprosy kuortologii i fiziceskoj kultury 2, 41-43 (1979)

Das PEMF wird in 64 Fällen von Arthrosis verwendet, bei denen andere Physiotherapien entweder kontraindiziert waren oder ineffektiv. In das Solenoid Polus 1 (50 Hz, 200 Oe) wird das betroffene Gelenk eingebracht und 15 Minuten im Zyklus von 10 Behandlungen an 10 aufeinanderfolgenden Tagen dem PEMF ausgesetzt. Nach jeder 10-tägigen Kur folgt eine 5-tägige Unterbrechung und dann folgt ein erneuter Zyklus. Die Kranken werden auf zwei Gruppen verteilt:
1. Gruppe: 33 Kranke werden nur mit dem PEMF behandelt.
2. Gruppe: 31 Kranke erhalten eine Behandlung mit dem PEMF plus Einspritzung von 25 mg Hydrocortison in das Gelenk, jeweils vor der 1. und nach der 7. Behandlung mit dem PEMF.
Als Kontrollgruppe dienten 40 Kranke, die nur Hydrocortison erhielten.
Die Ergebnisse sind folgende:
Bei einem Teil der Kranken der 1. Gruppe wird ein leichtes Ansteigen der Symptome und der Schmerzen nach zwei Behandlungen verzeichnet (reaktive Phase). Die Mehrheit der Patienten ließ im 1. Zyklus lokal keine Veränderung des Krankheitsbildes erkennen. Im 2. Zyklus dagegen tritt eine deutliche Verringerung der entzündlichen Erscheinungen im Gelenk und eine Verringerung der nächtlichen Schmerzen ein. Der Allgemeinzustand der Kranken verbesserte sich bereits nach dem 1. Behandlungszyklus. Chronische Schlafstörungen verringerten sich während der 2. Therapiewoche und normaler Schlaf tritt gegen Ende des 2. Zyklus in der Mehrheit der Fälle ein.
In der 2. Gruppe ergibt die PEMF-Behandlung bereits nach 2-3 Applikationen für 25 Patienten eine vollständige Heilung, bei 2 Patienten eine wesentliche Besserung und bei 2 Patienten mit ausgeprägter intraarticulärer Exsudation ist kein antientzündlicher Effekt zu erzielen.
Nach der Beendigung der Therapie sind bei 4 Patienten leichte Schmerzen zurückgeblieben.
Bei 18 Patienten in der 1. Gruppe und 25 in der 2. Gruppe ist die Heilung sehr gut, wobei 1-3 Monate nach Therapieabschluß noch endgültige Verbesserungen auftreten. Die Dosen von Hydrocortison in der 2. Gruppe sind gegenüber der Kontrolle 2 bis 3mal kleiner gehalten worden. Dennoch sind in der 2. Gruppe die Heilungen überragend, während in der Kontrollgruppe (75 mg Hydrocortison) größtenteils erfolglos behandelt wird. Die Autoren vermuten, daß im PEMF eine vergrößerte Absorption von Hydrocortison ins Gewebe stattfindet.
Bei 9 Patienten mit Multipler Sklerose haben die Schmerzen nach PEMF-Therapie auch in anderen Gelenken nachgelassen. Die Beweglichkeit ist verbessert. Weitere Observationen von Kranken während 6 Monaten bis 2 Jahren nach der Magnetfeldtherapie zeigen, daß die Heilung bei 24 Patienten stabilisiert ist, bei 19 Patienten periodische Rückfälle auftreten und bei 5 Patienten keine Besserung auftritt.

  • Stojanowa, S., Chr. Mlitschow, D. Mlitschowa, NZFLR Sofia, III. Nat. Symposium für MFT Sofia (1995), Gefäß-trophischer Effekt des pulsierenden Magnetfeldes bei der aseptischen Nekrose des Femurkopfes.

Die aseptische Nekrose des Femurkopfes im Erwachsenenalter ist eine Erkrankung, welche ein bedeutendes Anwachsen in ihrer Häufigkeit zeigt. Eine verspätete Diagnose und eine nicht ausreichende zielstrebige Behandlung führt zu schweren, progressiven Destruktionen des Hüftgelenkes. Im Resultat dessen erfolgen auch die schweren unumkehrbaren Invalidisierungen.
Die konservative Therapie mit dem PEMF ist effektiv und sollte möglichst schon vor dem Kollaps des Hüftgelenkes begonnen werden, da sie dann noch effektiver ist.

  • Losanowa, M., N. Todorow, I. Bontschewa, NZFLR Sofia, III. Nat. Symposium für MFT Sofia (1995), Beeinflussung bei Kranken mit Osteoarthrose des Kniegelenkes durch die Anwendung des PEMF und der Elektrophorese mit Novocain und Kaliumjodid lokal und segmental in Höhe L2 bis L5.

Gemacht wurde eine Untersuchung bei 35 Kranken mit Osteoarthrose der Kniegelenke , bei denen eine PEMF-Behandlung lokal und segmental in Höhe L2 bis L5 gefolgt von einer Elektrophorese mit Novocain und Kaliumjodid segmental Höhe L2-L5, durchgeführt wurde. Bei allen Patienten wurde eine individuelle Bewegungstherapie abhängig vom klinisch-funktionellen Zustand der Kniegelenke durchgeführt: Schmerzen, Kontrakturen, Muskeldystrophie, Einschränkung der Bewegung, synoviale Entzündung.
Die Resultate dieser anerkannten Methode zeigen günstige Veränderungen in den beobachteten klinisch-funktionellen Parametern: Gelenkschmerzen, subjektiver Zustand in 4 Graden und dolorimetrische Messung am Anfang und am Ende der Behandlung; Umfang der Kniegelenke durch Messung in Zentimetern bei Erkrankten mit Synoviaentzündung und die funktionelle Eignung der Kniegelenke, gemessen am Umfang der Beweglichkeit mit der Winkelmessung.

  • Todorow, T., Sh. Shelewa. S. Cholewitsch, E. Wladewa, Klinik für Physiotherapie und Rehabilitation, Erster Lehrstuhl für innere Krankheiten, Medizinische Universität Warna, III. Nat. Symposium für MFT Sofia (1995), Unser klinischer Versuch mit dem Apparat für Impuls-Magnetfeld-Therapie "Awimp".

Der Awimp-Apparat ist ausgerüstet mit drei Arten Induktoren für Kontakt- und Nonkontaktwirkung mit einer Feldstärke bis zu 1,45 Tesla und einer Frequenz von 0,75 Hz.
Die klinischen Versuche wurden bei 64 Kranken mit Lendenwirbel-Diskopathie, Coxarthrose mit Coxalgie, Epicondylitiden sowie auch Bluthochdruck im ersten bis zweiten Stadium durchgeführt. Die Methode mit der Kontaktwirkung wurde direkt in den pathologischen Regionen oder im Reflexbezirk der Nieren eingesetzt. Die Bewertung für den guten Effekt der Behandlung wurde erreicht aufgrund der Verfolgung des Blutdruckes, der statischen Schmerzen nach der Skala von Borg, des elektrischen Hautwiderstandes und der durchgeführten Dynamometrie.

Literaturhinweise zur Therapie mit pulsierenden elektromagnetischen Feldern (PEMF) Seite 3