- Ivanov, L., L. Merkulova, Cheboksary, Rußland, III. Nat. Symposium für MFT Sofia (1995), Alternating Magnetic Field (PEMF) and Antioxidants (AO) in Pathogenetic Treatment of Reactive Postoperative Knee-joint Arthritis.
Intraartikuläre Kniegelenkverletzungen sind häufig nur durch chirurgische Intervention zu beheben. Eine akute reaktive Entzündungen im traumatisierten Gelenk nach der forcierten chirurgischen Intervention kann verstärkt werden und der dadurch verzögerte Heilverlauf führt zu ernsten Komplikationen. Das Studium der Pathogenese dieses Prozesses und die Ausarbeitung einer pathogenetische Therapie dieser postoperativen Arthritis ist das Objekt unserer Forschung. Es ist bekannt, daß in der Entwicklung eines reaktiven Entzündungsprozesses die führende Rolle der Aktivierung des peroxide oxidation of lipids (POL) zukommt. Das führt zu einem Verlust von Zellmembranen und der Zerstörung von Zellen. Wir haben die POL-Intensität und das Niveau der antioxidant activity protection im Blut von 611 Patienten gemessen, die sich einer Operation bei Kniegelenksverletzungen unterzogen hatten (biochem. Analyse). Wir fanden heraus, daß sowohl das Trauma wie auch die chirurgische Intervention zu einem Ansteigen der Malon-Dialdehyd Konzentration führt und gleichzeitig verringert sich der AO-Ferment-Spiegel (Katalase und Superoxidmutase) verbunden mit einem abrupten Abfall des Gehalts an Ascorbinsäure und Vitamin E ( biolog. Antioxydantien). Damit ist das Ansteigen des POL-Gehalts im Blut verbunden mit einer Unterdrückung der AO als Protektion des Organismus. Es sollte erwähnt werden, daß der Grad dieses Prozesses mit der Schwere der klinischen Daten korreliert.
Da der Stabilisierungseffekt des Magnetfeldes auf den POL-Prozeß und auf die Zellmembranen aus der Literatur bekannt ist, erhielt die erste Gruppe von Patienten (177 Personen) vom zweiten Tag nach der Operation eine lokale Magnetfeldtherapie. Das verletzte Kniegelenk wurde mit einem PEMF (25 mT, 50 Hz) während der ersten 20 bis 30 Tage nach der Op einmal täglich 15 Minuten behandelt (Apparate: "Induktor MT-1", "Orbita", "Gradient-1"). Die zweite Gruppe, 210 Patienten, wurde gleichzeitig mit Magnetfeldtherapie und AO (im.-Injektionen von Vitamin E und Ascorbinsäure) behandelt. Die 224 Personen der dritten Gruppe von Patienten erhielten in der postoperativen Periode eine traditionelle Therapie (Kurzwelle, Ultraschall).
In allen 3 Gruppen wurde eine positive Dynamik der biochemischen Änderungen festgestellt, aber ihr Grad war unterschiedlich. Die besten Ergebnisse der POL-AO-Indices waren in der zweiten Gruppe, die geringsten in der dritten Gruppe. Die Rückbildung der klinischen Symptome war auch viel deutlicher markiert bei den Patienten, die PEMF und AO verabreicht bekamen. Die bei uns ausgearbeitete kombinierte Methode der Behandlung (PEMF, AO) hat die hohe klinische Effektivität gezeigt. Es erlaubte, die stationäre Behandlung zu verkürzen.
Schultergürtel
- Dal-Conte, Rivoltin, Combi; Institutio Scientifico Ospedale San Raffaele Mailand; Pulsed Magnetic Field Therapy for Calcific Periarthritis of the Shoulder Joint, In: Riabilitazione (I), 23/1 (27-33) (1990)
Doppelblindstudie an Patienten mit Periarthritis des Schultergelenkes. Nach vierwöchiger Behandlung waren bei 40% der Verumgruppe die Beschwerden teilweise oder komplett behoben.
- Binder, A., Parr, G., Hazelman, B., Fitton-Jackson, S., Pulsed Electromagnetic Field Therapy of Persistent Rotator Cuff Tendinitis. A Double-Blind Controlled Assessment, Lancet, March 31, 695-698 (1984)
Die Studie beweist, wie wirkungsvoll die gepulste Magnetfeldtherapie den Heilungsprozeß der Rotatorenmanschette (Schultergürtelmuskulatur) deutlich verkürzt.
Sportverletzungen
- Pennington, G.M., Danley, D.L., Sumko, M.H., Bucknell, A., Nelson, J.H., Pulsed Non-thermal, Low-frequency electromagnetic Energy (Diapulse) in the Treatment of Grade 1 and Grade 2 Ankle Sprain, Mil. Med. 1993 Feb. 158 (2), 101-104
Sprunggelenkverletzungen ersten und zweiten Grades heilen unter dem Einfluß eines PEMF signifikant schneller ab. Schmerz und Schwellung gehen rascher zurück und die Sportler können eher mit dem Training beginnen.
Multiple Sklerose
- Kujumdshiewa, M., Sh. Kolew, L. Arnaudowa, NZFLR Sofia, III. Nat. Symposium für MFT Sofia (1995), Das niederfrequente pulsierende Magnetfeld im Komplex der physikalischen Therapie der Multiplen Sklerose (MS)
In den letzten Jahren wurde in einer Reihe mitteleuropäischer Länder sehr breit die Magnetfeldtherapie (MFT)zur Behandlung der Multiplen Sklerose ausgenutzt. Ausgehend von deren Versuchen, stellten wir uns das Ziel, den Effekt der PEMF bei Multiple Sklerose-Kranken zu untersuchen, angewendet im Komplex mit Bewegungstherapie. Die Untersuchung wurde durchgeführt bei 20 Patienten mit hauptsächlich spinaler Form der MS mit chronisch-remissionärem Verlauf der Erkrankung. Die Beobachtungen waren in der Periode der Remission der Erkrankung und klinisch zeigte sich ein Quadripyramidensyndrom mit hauptsächlichen Befall der unteren Extremitäten.
Die Magnetfeldtherapie wurde einmal täglich 15 Tage durchgeführt. Die Induktoren wurden entlang der Wirbelsäule im Thoraxbereich gelegt. Der Bewegungstherapiekomplex orientierte sich an die Verminderung der Spastik, der Unterstützung des Umfanges der Bewegung der Gelenke und der Verbesserung der Koordination. Die erhaltenen Resultate durch die Behandlung mit dem PEMF wurden verglichen mit unseren klinischen Beobachtungen bei 20 anderen Kranken, bei denen nur eine Bewegungstherapie ohne MFT durchgeführt wurde.
Die erhaltenen Resultate demonstrieren eindeutig den Vorteil der Kombination der Bewegungstherapie mit dem PEMF. Am Ende der komplexen Behandlung stellten wir eine bessere Beeinflussung der Statik (Herabsetzung des erhöhten spastischen Muskeltonus um 2 bis 3 Stufen auf einer 10-stufigen Skala), eine Stabilisierung des Ganges im Vergleich zu Patienten, die nur Bewegungstherapie durchführten.
Theoretische Arbeiten
- Mirtskhulava, Tsibadze, Barnabishvili, Ivanidze, The Action of an Alternating Magnetic Field on the Protection of Cells, Vopr. Kurortol. Fizioter. Lech. Kult. (Rußland) (1991)
Die Magnetfeldtherapie zeigt antivirale Wirkung.
- Benson, Grissom, Burns, Mohammad, Magnetic Field Enhancement of Antibiotic Activity in Biofilm Forming Pseudomonas aeruginosa, ASAIO-J. 40/3, M371-M376 (1994)
Unter dem Einfluß eines Magnetfeldes verstärkt sich die Wirkung von Antibiotika, stellt die Studie des Institutes für Biomedizinische Forschung der Universität Utah nachweislich fest.
- Ramon Ceon, Powell, M.R., Preliminary Report: Modification of Cardiac Concentration Rate by Pulsed Magnetic Fields, University of Washington, Seattle, S. 303-311 (1992)
Isolierte Rattenherzen und Gewebestücke von Hundeherzen werden pulsierenden magnetischen Feldern ausgesetzt. Die in Spulen durch doppelte sinusoide Impulse erregten Felder werden mit verschiedenen Intervallen und Wiederholungsraten präsentiert, nach variablen Pausen.
Bei den untersuchten Rattenherzen werden kleine, aber meßbare Anhebungen der Herzfrequenz beobachtet. Eine vergleichbare Anhebung der Schlagfrequenz tritt auch bei Hundeherzen auf. Beide Versuchsherzen zeigen eine Abhängigkeit von der Wiederholungsquote der gepaarten magnetischen Impulse: 4,5-6 Wiederholungen pro Sekunde bei Hundeherzgewebe bzw. 20-25 und 40-45 Wiederholungen pro Sekunde beim Rattenherz. Die Felddichte beträgt bei beiden Präparationen 10 mT.
- Zhukov, B.N., A.N. Volobuyev, N.A. Lysov, B.V. Khrapaty, A.E. Makhlin, Wissenschaftliches Forschungsinstitut "Nichtionisierende Strahlung in der Medizin" Medizinische Universität Samara
III. Nat. Symposium für MFT, Sofia (1995)
Die Ergebnisse der von den Autoren durchgeführten Experimente zeigen, daß die auf das Magnetfeld am meisten sensibel reagierenden Systeme des menschlichen Organismus das Nerven- und das Cardio-vaskuläre System sind. Das PEMF vermindert die Geschwindigkeit von Nervenimpulsen und öffnet die Mikrozirkulation im cardiovasculären System. Das führt zu einer Absenkung des arteriellen Blutdrucks. Der Grund dafür ist, weil das Nerven- und das cardiovasculäre System aus Reizleitungsgewebe bestehen. Der Unterschied zu anderen Geweben besteht darin, daß sie sich ständig in einem Zustand permanenter und periodischer Stimulation befinden. Während des Prozesses einer Magnetfeldtherapie beeinflußt das PEMF besonders die Gewebe, die sich in einem stimulierten Zustand befinden. Die Analysen zeigen, daß exakt stimuliertes Gewebe sich an das PEMF angleicht. Das kommt daher: In Membranen von stimulierten Geweben gibt es viel ionisierte Kanäle. Während des Zustandes der Stimulierung wandern die Ionen durch diese Kanäle (passiver Ionentransport). Die Ionenbewegung, hauptsächlich des Natriums innerhalb der Zelle und Kalium außerhalb der Zellen, verläuft spiralförmig. Das führt vor allem zum Entstehen eines membraneigenen Magnetfeldes und zu dem Ergebnis, daß während des Prozesses der Stimulation dieses Gewebe eine Induktion erfährt und die Fähigkeit, das PEMF zu erhalten. Zum Beispiel bildet die Induktion der Neuronenmembran während der Reizleitung 0,1 Gn/cm. Unter Ruhebedingungen haben biologische Gewebe keine Induktion und sie sind nicht reaktiv für PEMF.
Die Magnetoprozedur ist am effektivsten, wenn während ihres Prozesses die Gewebe in einen periodisch Stimulationszustand kommen. Das cardiovasculäre System ist immer in diesem Zustand, wie auch das Herz in einer ständigen permanenten irregulären Stimulation ist. Das ist ebenfalls klar für arterielle Blutgefäße, weil sie reflexreguliert vom sympathischen Nervensystem arbeiten. Das Nervensystem kommt auch periodisch in stimulierte Zustände. Das EEG zeigt die periodische Stimulation der cerebralen Neurone. Diese beiden Systeme reagieren, wie sich gezeigt hat, auf den Einfluß des PEMF.
Wollen wir die Wirkung der Magnetoprozedur auf andere Gewebe erreichen, so müssen wir ihre periodische Stimulierung erreichen. Mit anderen Worten, wir müssen Bedingungen schaffen, in denen das Gewebe eine Induktion besitzt. Für den Colon und für das Rektum kann es einfach durch eine periodische Elektrostimulation erreicht werden. Für andere Zellen erfordert das weitere Untersuchungen.
- Traikow, L., M. Kusmanowa, St. Iwanow, M. Markow Sofioter Universität "St. Kliment Ochridski", Biologische Fakultät Lehrstuhl Biophysik und Radiologie, Mount Sinai Medical Center, Department of Orthopedics, New York, Vergleichende Charakteristik des Einflusses von niederfrequenten und gleichförmigen Magnetfeldern auf die Verteilung der oberflächlichen elektrischen Ladung auf die Erythrocytenmembran.
Erforscht sind die Effekte der Einwirkung niederfrequenter elektrischer Felder (5, 16, 25, 50 Hz), Expositionszeit 15, 30, 45 Min. und 5, 10, 20, 50 mT auf die passiven elektrischen Charakteristiken der Erythrocytenmembran. Untersucht wurde auch die Wirkung eines Gleichfeldes mit gleicher Zeit und 5, 10, 20 mT.
Aus den erhaltenen Resultaten kann man die Schlußfolgerung ziehen, daß die zwei Arten der Felder in Wechselwirkung treten mit der oberflächlichen elektrischen Ladung der Erythrocytenmembran in dem sie eine Abweichung von ihrer normalen Anordnung hervorrufen. Magnetfelder führen zur Polarisierung der Ladungen an der Membran.
- Jacobson, J.I., (Institut of Theoretical Physics and Advanced Studies for Biophysical Research, Jupiter, Florida), in: Int. J. Neurosci. 64 (1.4) 153-156 (1992)
Eine theoretische Arbeit, die revolutionäre Ansätze liefert: Der Autor stellt eine Verbindung zwischen äußerst schwachen Magnetfeldern und Mechanismen in den Genen und ihnen verbundenen Strukturen (z.B. Wachstumsfaktoren) her; diese Wirkungen beruhen auf Resonanzphänomenen, der sog. Jacobson-Resonanz.
- Liu, D.S., Astumian, R.D., Tsong, T.Y., Activation of Na+ and K+ Pumping Modes (Na,K)-ATPase by an Oscillating Electric Field, J. Biol. Chem. 265, 7260-7267 (1990)
- Blank, M., Soo, L., Threshold for Inhibition of Na-K-ATPase by ELF Alternating Currents, Bioelectromagnetics 13, 329-333 (1992)
-
Die Aktivität der ATPasen an der Zellmembran werden durch PEMF gesteigert. Der Maximaleffekt der Steigerung der Enzymwirkung wurde bei 100 bis 200 Hz gefunden.
Osteoporose
- Passath, (Med. Klinik der Uni Graz, Nuklearmedizin), Niederfrequente Wechselmagnettherapie (MFT) im Wirbelsäulenbereich bei Osteoporosen. (1996)
Die dargestellten theoretischen Ergebnisse befinden sich im Einklang mit den bisher vorliegenden klinischen Daten über die Wirkung von Magnetfeldern wie etwa die Wiederherstellung und das Wachstum von weichem Gewebe sowie Knochen und Nerven.
In einer Beobachtungsstudie wurden Knochenstoffwechselparameter im Serum bei 20 Patienten mit Osteoporose vor, während, am Ende sowie drei und zwölf Monate nach einer niederfrequenten MFT gemessen. Durch die MFT scheint eine Knochenumsatzsteigerung initiiert zu werden mit dem Effekt, daß die Knochendichtewerte bis über ein Jahr stabil bleiben.
- John, Schmitt, Thoma (Univ. Klinik Friedrichsheim, Frankfurt/M.), Erfahrungen mit dem Magnetfeld bei Osteoporosen, Orthopädische Praxis 8, 507-510 (1990)
Kontrollierte Studie, bei der das Ergebnis vier Monate nach der Therapie mittels der quantitativen Osteo-Computertomographie und durch Befragung nach dem subjektiven Zustand der Patienten erhoben wurde. Die mittels MFT behandelte Patientengruppe wies signifikante Verbesserungen gegenüber der Kontrollgruppe auf. Änderung des Mineralsalzgehaltes in der Spongiosa: plus 8,14% (Kontrollgruppe: minus 0,7%). Subjektives Befinden bei 10% unverändert, bei 90% verbessert (Kontrollgruppe: 40% verändert, 60% besser). Die Kontrollgruppe wurde ausschließlich mit Standardtherapie behandelt: physiotherapeutische und physikalische Behandlung, Calcium, Vitamin D, Natriumfluorid und Calcitonin.
- Fitzsimmons, R.J., Ryaby, Magee, Baylink, D.J., Combined Magnetic Field Increased Net Calcium Flux in Bone Cells, Calcif. Tissue Int. 55, 376-380 (1994)
Unter dem Einfluß eines Magnetfeldes geringer Amplitude wird ein erhöhter Einstrom von Calcium in die Knochenzellen beobachtet.
- Tabrah, F.L., Hoffmeier, M., Gilbert, F., Batkin, S., Bassett, C.A.L., Bone Density Changes in Interosteoporosis-prone Women Exposed to Pulsed Elektromagnetic Fields (PEMF), J. Bone Miner, Res. 5, 437-442 (1990)
Osteoporotischer Knochen wird unter dem PEMF aufgebaut.
Cain, C.D., Adey, W.R., Luben, R.A., Evidence that Pulsed Ellectromagnetic Fields Inhibit Coupling of Adenylate Cyclase by Parathyroid Hormon in Bone Cells, J. Bone Miner. Res. 2, 437-441 (1987)
Grundlagenstudie, die zeigt, daß gepulste Magnetfelder im ELF-Bereich positive Auswirkungen auf den Knochenstoffwechsel haben.
Haas, W, Waller, H, Rüberg, W, Erfolgreiche Behandlung der Osteoporose mit dem Magnetomedics - Therapie - Verfahren (MMD)
36 weibliche Pat. im Alter von 46 bis 61 Jahren erhielten eine Magnetomadics MFT. 30 Behandlungená 45 Minuten über 8 bis 12 Wochen. Knochendichte wurde nach der MMD-Behandlung gemessen. Begleitende Therapie: Östrogene, Ca, Vit. D3.
Von 36 Pat. Der Verumgruppe hatten 23 Pat. eine Knochendichtesteigerung von 7,5% innerhalb eines Jahres nach Beendigung der MMD-Therapie festgestellt.
Die Kontrollgruppe von 35 Pat. hatte bei gleicher Medikation eine Knochendichtezunahme von ca. 0,8%. Nebenwirkungen wurden nicht beobachtet.
Intensivmedizin
Moshaev, Tichonowkij, The Treatment of Suppurativ-Inflammatory Complications in the Bronchopulmonary System During Prolonged Artificial Ventilation, Anesteziol. Reanimatol. (4), 47-51 (1992)
Durch den Einsatz magnetischer Felder niedriger Frequenz wurden bei Intensivpatienten unter künstlicher Beatmung Infektionen des Lungentraktes vermieden bzw. sie konnten mit Hilfe dieser Felder erfolgreich behandelt werden. Die Wirkung der MFT wird auf eine Beeinflussung der Widerstandsfähigkeit und der Immunreaktion der Atemwege zurückgeführt. Gleichfalls wurde eine verbesserte Funktionalität der Phagozyten beobachtet.
Gynäkologie
Ruckhäberle (Gynäkologische Universitätsklinik Leipzig), Anwendung der Magnetfeldtherapie bei therapieresistenten Patientinnen mit chronisch rezidivierenden Unterbauchschmerzen, (1996)
73 Patientinnen mit verschiedenen gynäkologischen Erkrankungen wurden behandelt:
- parametranen Narben und Verwachsungen
- Bindegewebsschwäche mit Harninkontinenz
- funktionelle Dysmenorrhoe und prämenstruellen Beschwerden
- unklaren Unterbauchbeschwerden
Bei 85% der Patientinnen waren die Beschwerden nach wenigen Behandlungen gebessert oder völlig verschwunden.
Jorgensen, Frome, Wallach (International Pain Research Institute, Los Angeles, CA), Electrochemical Therapy of Pelvic Pain: Effects of Pulsed Electromagnetic Field (PEMF) on Tissue Trauma, in: Eur. J. Surg. Suppl. 574, 83-86 (1994)
Ungewöhnlich wirkungsvolle und langandauernde Erfolge in der Behandlung von Schmerzen gynäkologischen Ursprungs durch pulsierende elektromagnetische Felder werden von den Autoren beschrieben. Die behandelten Fälle waren:
- Dysmenorrhoe
- Endometriose
- Zysten
akute Infektionen des Urogenitaltraktes
postoperative Hämatome
90% der behandelten Fälle konnte nach kurzer Behandlung eine bedeutende Verbesserung erreicht werden, in 10% der Fälle teilweise Erleichterung.
Dikova, K., Slawejkova, O., Institut für Gynäkologie und Geburtshilfe, Sofia, Bulgarien, Effects of Magnetic Pulses in Chronic Nonspecific Imflammatory Gynecologic Diseases, Akuserstvo i ginekologija 19, 4, 355-357 (1980)
Mit dem Gerät "Magnetimpulsator" werden 40 Frauen mit rein entzündlichen gynäkologischen Prozessen behandelt. Ausgenommen sind Gonorrhoe, Tuberkulose Endometriosen. Appliziert werden aperiodische Impulse, bipolar mit variablen, relativ niedrigen Amplituden (30-40 Oe = max. 3200 A/m) und niedriger Frequenz (6 Hz). In der Untersuchung werden 15 Behandlungen täglich 20 Minuten vorgenommen. Ergebnis: Totale Heilung bei 14 Personen, wesentliche Besserung bei 23 Personen, keine Effekte bei 3 Frauen.
Strugatskij, V.M., Loginova, N.E., Zoi, S.O., Konova, E.F., Institut für Med. Instrumente und Ausrüstung, Rußland, Therapeutisch-prophylaktische Verwendung des Apparates Polus 1 bei entzündlichen gynäkologischen Erkrankungen, Novosti medicinskoj techniki 3, 64-66 (1977)
Die traditionell Physiotherapie bei entzündlichen gynäkologischen Erkrankungen mit exudativen Komponenten hat eine Reihe von Unzulänglichkeiten und ist in den meisten Fällen kontraindiziert. Seit 1969 wird mit Polus 1 therapiert, an bisher 210 Patienten: 122 in stationärer Behandlung und 88 in poliklinischer Behandlung. Bei 190 Fällen wird nur mit PEMF ohne Medikamente behandelt, 20 dieser Fälle mit akuten schweren Entzündungen werden sowohl medikamentös als auch mit dem PEMF versorgt Insgesamt werden 20 Behandlungen bei täglicher PEMF-Applikation vorgenommen. Die ersten Besserungen zeigen sich nach 3-5 Anwendungen, teilweise nach vorübergehender Beschwerdezunahme. Bei allen Kranken verschwinden die exudativen Komponenten, bei 184 gibt es eine vollständige bzw. nahezu vollständige Schmerzfreiheit. Die Funktion von Blase und Darm verbesserte sich bei 68 Patienten. Die Rückfallquote nach 1-3 Jahren beträgt 14 von 177 untersuchten Fällen. Das PEMF wirkt auch prophylaktisch günstig.
Morushenko, B.T., Molshaninow, E.V., Eutin, B.V., Lehrstuhl für Gynäkologie des Institutes für Ärztliche Weiterbildung der Universität Gorki, Donetzk, Ukraine, Role of Magnetotherapy in the Overall Treatment of Women with Reproductive Function Disturbance, Akuserstvo i ginekologija 2, 36-38 (1981)
115 Frauen mit entzündlichen Erkrankungen der Genitalorgane und Sterilität verschiedener Dauer werden unter klinisch-laborativen Bedingungen mit PEMF behandelt. In 85,2% kann der Menstruationszyklus und die Funktion des Uterus wiederhergestellt werden. In 34,8% der Fälle ist die Fortpflanzung erneut gewährleistet.
Dermatologie
Mühlbauer, W., Abteilung für Plastische und Wiederherstellungschirurgie der Chirurgischen Klinik und Poliklinik Rechts der Isar der TU München, Deutschland, Der Einfluß magnetischer Felder auf die Wundheilung, Langenbecks Arch. Chir. 337 (Kongreßbericht 1974) 637-642 (1974)
Statische Dauermagnetfelder (4000 Oe) und schwache elektromagnetische Wechselfelder (20 mA/s) werden in ihrer Wirkung auf die Wundheilung in tierexoerimentellen und klinischen Untersuchungen getestet. Festgestellt werden Einflüsse auf die Ausrichtung des Bindegewebes, frühere Ausreifung und Unterdrückung der Keloidbildung, günstigere Spontanepithelisierung bei großflächigen Verbrennungen und trophischen Ulcera. Zusätzlich wird die Möglichkeit des magnetischen Wundverschlusses und einer magnetischen Nervenanastomose vorgestellt.
Ottani, V., De Pasquale, V. et al, Effects of Pulsed Extremly-Low-Frequency Magnetic Field on Skin Wounds in the Rat, Bioelectromagnetics 9, 145 (1988)
Ratten mit operativ zugefügten Hautwunden werden sofort nach dem Eingriff und jede 12. Stunde mit einem pulsierenden, extrem schwachfrequenten Magnetfeld ausgesetzt (50 Hz, 8 mT). Bei den Kontroll-Ratten waren nur 6% der Wundoberfläche geheilt, während bei den behandelten Ratten eine schnellere Zellneubildung, eine gute Kollagen-Formation und ein früheres Erscheinen von neugeformten Gefäßsystemen beobachtet wird.
Khamaganova, Berlin, Volkov, Voinich, Arutionova, The Use of a Pulsed Magnetic Field in the Treatment of Lupus Erythematodes, Ter. Arch. 67 (10), 84-87 (1995)
Die Autoren empfehlen zusammenfassend den Einsatz gepulster elektromagnetischer Felder für die Behandlung von Lupus erythematodes aufgrund der folgenden Wirkungen des Magnetfeldes:
- antiinflammatorisch
- analgetisch
- positive Beeinflussung der Mikrozirkulation
- positive immunologische Reaktion
- Wirkungsverbesserung in Kombinationstherapien
Dobzanskij, S.I., Suworow, A.P., Lehrstuhl für Hautkrankheiten des Medizinischen Institutes Saratow, Rußland, Der Einfluß eines permanenten elektromagnetischen Feldes auf allergische Hautreaktionen im Experiment,Voprosy kurortologii, fizioterapii i lecebnoj fiziceskoj kultury 1, 63-64 (1979)
Zur Therapie von Ekzemen, Neurodermitis, Psoriasis und chronischer Dermatosen werden sowohl wechselnde MF als auch permanente MF erfolgreich verwendet. Behandelt wird täglich mit 10 Minuten Dauer. Nebenwirkungen werden nicht beobachtet. Als Ergebnis der speziellen Untersuchungen dieser Arbeit ist ein hyposensibilisierender Effekt der Elektromagnetfelder festzustellen, der künstlich gesetzte allergische Hautraktionen sensibilisierter Tiere abschwächt.
Institutio de Radiologia della Universita di Modena; Institutio di Anatomia Pathologica della Universita degli Studi de Ferrara, Italien;
Lenzi, M et al., Nouvi Studi Sull Effetto Biologico dei Campi Magnetici Nota 4: Sui processi di reparazione delle ferite cutanee e delle fratture ossee, Lo Sperimentale 92, 511-521 (1938)
Die Vernarbung kutaner Wunden hat im Magnetfeld nach kurzer Verzögerung eine größere Verlaufsgeschwindigkeit.
Magen- und Darmerkrankungen
Guseva, N.G., Shelygina, N.M., Abt. für Physiotherapie des Lehrstuhls für klin. Therapie des Med. Institutes, Woroshilovgrad, Rußland, Employment of Magnetotherapy in the Complex Treatment of Patients with Ulcer Disease, Vratsebnoje delo 7, 5-8 (1979)
Untersucht werden 137 Kranke mit verschiedenen Formen von Magen- bzw. Dünndarmgeschwüren. Eine Basisgruppe von 89 Personen wird sowohl mit einem PEMF von 230 Gauß bzw. 350 Gauß (35 mT) Induktion bei 50 Hz Frequenz behandelt als auch parallel dazu mit Medikamenten in einer Routinebehandlung. Die Kontrollgruppe von 48 Personen hat nur die Medikamententherapie erhalten. Das PEMF wird an den epigastrischen Raum auf die reflexogenen Zonen im Niveau D8/D12 appliziert. Geprüft wird sowohl die motorische als auch die sekretorische Funktion des Magens. Die Ergebnisse gewährleisten eine Empfehlung zur Übernahme der MF-Therapie in die klinischen Behandlungsmethoden. Die Schmerzen klingen im PEMF rasch ab, der Klinikaufenthalt kann zeitlich reduziert werden. Es wurden keine ungünstigen Nebeneffekte beobachtet.
Kunewa, Zw., S. Staikowa, M. Stoitschewa, W. Petrow, NFZLR Sofia, III. Nationales Symposium für MFT Sofia (1995), Die Anwendung des PEMF verschiedener Frequenzen unter dem Aspekt der Beobachtung der Kinetik der Gallenblase.
Objekt der Untersuchung waren 20 Kranke, die in der Gastroenterologie des NZFLR lagen. Sie hatten keine klinischen, labormäßigen und Ultraschall-Befunde im Bereich der Gallenblase. Mit einem Versuch an zwei aufeinanderfolgenden Tagen wurden die Reaktionen der Gallenblase nach Anwendung eines PEMF mit zwei verschiedenen Frequenzen - 1 bis 10 Hz und 90 bis 100 Hz - untersucht. Der Wechsel im Umfang der Gallenblase wurde mit der Ultraschalluntersuchung verfolgt.
Die Resultate zeigen eine statistisch relevante Kontraktion der Gallenblase nach der Anwendung der Frequenz von 90 bis 100 Hz. Diese Erkenntnis könnte praktische Bedeutung gewinnen bei der Ausnutzung des PEMF mit dem Ziel, die Gallenblase in ihrer Kontraktilität zu stimulieren.
HNO - Stomatologie
Constantinescu, D., Nasse, Th., Pacifici, M., Sugowara, J., Baron, J.B., Laboratoire de Neuro-Ophthalmologie et Posturographie, Centre Hospitalier St. Anne, Paris, Frankreich, Statokinesimetrische Veränderungen, hervorgerufen durch die Reizung niederfrequenter elektromagnetischer Pulsationen, Vortrag: 5. Int. Symposium für Posturographie Freie Universität Amsterdam, 18. - 23. Juni 1979
Testpersonen mit alten kranialen Schädigungen, die an hartnäckigen zervikalen Syndromen, Schwindel-anfällen und Gleichgewichtsstörungen litten werden einem schwachen magnetischen Wechselfeld (12 Hz, 6 Gauß) ausgesetzt. Bei 80% der Fälle ergibt sich eine Verbesserung der Gleichgewichtslage. Parallel dazu ist eine subjektive Verbesserung von Nebenaffekten feststellbar.
Faßauer, Magnetfeld- und Ozontherapie in der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (1991)
Untersucht wurde die Anwendung der Kombinierten Therapie Magnetfeld und Ozontherapie bei verschiedenen Krankheiten.
- präoperativ (Anästhesieverstärkung)
- bei postoperativen Komplikationen (Ödem, Schmerz, Entzündungsprophylaxe)
- bei akuten Prozessen (Hämatome, Gingivitis, Aphten, akute Kieferklemme)
- als Begleittherapie (submuköse/subkutane Abszesse, Wundheilungsstörungen, Ostitis,
- infizierte Weichteilwunden, Exacerbationen, Trigeminusneuralgien)
Die Erfolgsquoten lagen zwischen 60 und 100%.
Hermann, Der Einfluß des Magnetfeldes auf die kieferorthopädische Behandlung, Dtsch. Zschr. f. Biolog. Zahnmedizin, I (1986)
Bis heute wird die kieferorthopädische Behandlung mit mechanischen Druck- und Zugkräften durchgeführt. Man ist sich offensichtlich nicht im klaren, daß dieses Vorgehen in der Therapie eine reine Symptombehandlung ist.
Sunstsov, Treatment of Acute Diffuse Otitis Externa by Low-Frequency Magnetic Field.
Vest. Otorinolaringol, 6, 35-38 (1991)
Otitis externa wurde mit pulsierenden Magnetfeldern behandelt. Es wurde eine signifikant verkürzte Zeit zur Ausheilung, verglichen mit statischen Magnetfeldern oder anderen Methoden, festgestellt.
Patiakina, OK, Antonian, RG, Zagorskaia, EE, Treatment of Subjective Noise in the Ear by Impulse Low-frequency Electromagnetic Field, Vestn. Otoronolarigol. 7, S. 59-60 (1998)
25 Pat. mit Tinnitus, bestehend zwischen 1 und 10 Jahren, wurden mit dem PEMF behandelt, weil die konservative Behandlung keinen Erfolg zeigte. Bei 2 Patienten verschwand der Tinnitus, bei 60%der Behandelten reduzierte sich die Lautheit und der Ton wurde verändert. Die positive Wirkung hielt weiter an, das zeigten Nachuntersuchungen nach 6 bis 12 Monaten. Die Autoren empfehlen zur Tinnitusbehandlung die Anwendung von PEMF;
Nieren
Angelowa, T., B. Kutinska, R. Rainow, W. Wasewa, NZFLR, Sofia III. Nationales Symposium für Magnetfeldtherapie (1995), Der Platz des gepulsten Magnetfeldes in der Therapie der chronischen Pyelonephritis.
Unter Kurbedingungen wurden Untersuchungen an 40 Kranken mit einer chronischen Pyelonephritis durchgeführt, die in zwei Gruppen geteilt waren. Bei der ersten wurden eine komplexe diätetisch-balneologisch-medikamentöse Behandlung durchgeführt. Im therapeutischen Plan der zweiten ist auch das pulsierende Magnetfeld im Bereich der Nieren mit eingeschlossen. Kontrolliert wurden einige biochemische (Harnstoff, Kreatinin, Harnsäure) und immunologische (Immunoglobuline, CH 50, C3 Fraktion des Komplements, Histamin, Ceruloplasmin) Merkmale im Serum, wie auch die Clearances von Harnstoff und Kreatinin.
Festgestellt wurde eine deutliche Vergrößerung in den Clearances der Gruppe, in der mir dem gepulsten Magnetfeld behandelt wurde. Die Dynamik der immunologischen Parameter bedingt eine Entfaltung der Heilungsprozesse im Organismus.
Schmerzen
Hansen, K.M., Medical Department B, The Rigshospital, Kopenhagen, Dänemark, Some Observations with a View to Possible Influence of Magnetism upon the Human Organism, Acta Medica Scandinavia 97, 3/4, 339-364, (1938)
Mit einem Elektromagneten (Netzanschluß 220 V, 0,21 A) werden beim Menschen folgende Wirkungen beobachtet: 1. Verschwinden von Schmerzen
2. Beeinflussung akut inflammatorischer Prozesse
3. Beeinflussung chronischer Läsionen
4. Einfluß auf den Allgemeinzustand des Patienten
5. Nebeneffekte.
Anhand von klinischen Fallbeispielen werden die durchweg positiven, z.T. ausgezeichneten Wirkungen des Magnetfeldes diskutiert. Auffällig sind die Hinweise auf eine verstärkte periphere Durchblutung.
Grünner, O., Rehabilitationsklinik Jesenik, CSFR, Intermittent Electromagnetic Fields and their Effect on Awareness and Headache, Fysiatricky a reumatologicky vestnik 58, 4, 206-214 (1980)
Einer Gruppe von 26 Patienten mit Kopfschmerzen bekannter Ursache wird ein Impuls-MF appliziert (Induktion B = 880µT, Impuls I = 66,7 msec, Frequenz F = 12 Hz). Als Ergebnis wird eine Reduzierung der Schmerzen und eine Änderung der elektrodermalen Leitwerte festgestellt. Individuell sind größere Schwankungen vorhanden.
Ophthalmologie
Vainshtein, E.S. et al., Moskauer Forschungsinstitut für Augenkrankheiten (Helmholtz-Institut), Rußland, Alternating Magnetic Field in Treatment of Some Eye Diseases of Vascular Genesis, Oftalmologiceskij zurnal 36, 6, 325-328 (1981)
!07 Patienten (107 Augen) mit Augenkrankheiten vaskulären Ursprungs werden mit magnetischen Wechselfeldern behandelt. Das Magnetfeld kann in hervorragender Weise die retinale Schwellung und Blutergüsse auflösen. Es senkt das Ausmaß von neuroepithelialer Ablösung und kann teilweise bzw. partiell das Neuroepithel wieder anwachsen lassen. Insgesamt erhöhen sich nach Magnetfeldbehandlung die visuellen Funktionen.
Vainshtein, E.S., Zobina, L.V., Larina, L.A., Moskauer Forschungsinstitut für Augenkrankheiten (Helmholtz-Institut), Rußland, Use of Alternating Magnetic Field in Treating Herpetic Eye Disease, Oftalmologiceskij zurnal 35, 5, 278-281 (1980)
Behandelt wird mit Polus 1 (50 Hz sinusoidal, 10,0 mT). Der Induktor wird direkt auf die Augen plaziert. Eine Kur besteht aus 10-20 Behandlungen mit täglich 7-10 Minuten. Es werden 85 Personen im Alter von 7 bis 76 Jahren behandelt, davon 11 Kinder und 68 Personen im Arbeitsalter, alle mit herpetischen Augenkrankheiten. Die Verfasser stellen fest, daß magnetische Wechselfelder gegenüber statischen Feldern kürzere Behandlungszeiten bei niedrigen Amplituden erlauben. Nach morphologischen und subjektiven Kriterien wird festgestellt:
- Schmerzen lassen nach
- die Sehfähigkeit bessert sich, das beweisen die Sehtests
- bei trophischen Störungen ist das Magnetfeld weniger wirkungsvoll.
Nach der Meinung der Autoren ist die MF-Therapie eine der effektivsten physiotherapeutischen Methoden, besonders in akuten Fällen.
Lutzker, L.S., Vainshtein, E.S., Dubrovina, M.S., Abteilung für Röntgenologie und Physiotherapie des Helmholtz-Forschungsinstitutes für Augenkrankheiten, Moskau, Rußland, The Influence of the Alternating Magnetic Field on the Healing of Penetrating Wounds of the Cornea in an Experiment, Vestnik oftalmologii 4, 67-69 (1978)
Im elektromagnetischen Feld werden corneale Wunden weitgehend beschleunigt regeneriert. Der spezifische Wirkungsmechanismus wird in der Normalisierung des Acid-Mucopolysaccharidgehalts im Cornea-Gewebe vermutet. Das verwendete Feld betrug 0,02 Vs/m2 - 0,04 Vs/m2 täglich 10 Minuten.
Mitbreit, I.M., 2. Medizinisches Institut, Moskau, Rußland, Use of Magnetic Fields in Ophthalmology, Vestnik oftalmologii 4, 69-72 (1980)
In den zurückliegenden 25 Jahren sind in Rußland ca. 50 Dissertationen über die biologische Wirkung von PEMF angefertigt worden, davon 40 allein in den letzten 6 Jahren. Die Ergebnisse für die Ophthalmologie sind:
- ein magnetisches Wechselfeld hat stärkere Wirkung als ein statisches Feld
- es wird ein positiver Effekt auf die Epithelialisierung der Hornhaut beschrieben
- die Blutgefäße in der Retina werden erweitert und der Augeninnendruck erniedrigt sich im Magnetfeld
- alle diese Effekte bleiben aber im physiologischen Normbereich
- das PEMF vermag teilweise die blockierte Blutzufuhr zur Retina wieder in Gang setzen - auch bei
medikamentöser Therapieresistenz
- das PEMF hat schmerzstillende Wirkung
- Hämatome klingen im Magnetfeld schneller ab
- die Glaukombehandlung ist in 50% der Fälle positiv im PEMF, selbst dann, wenn die Medikamenten-
behandlung ohne Erfolg ist
- negative Nebenwirkungen sind weder im Auge noch im Hirngewebe verzeichnet worden.
Skrinnik, A.V., Wissenschaftliches Forschungsinstitut für Augenkrankheiten und Gewebetherapie, Odessa, Rußland, Current Status of the Problem of Magnetotherapy and the Use of Magnetic Fields in Ophthalmology, Oftalmologiceskij zurnal 34, 8, 500-505 (1979)
Nach zitierter Literatur hat das PEMF Einfluß auf trophische Prozesse im Auge:
Das PEMF beschleunigt die Heilung von linearen Läsionen der Hornhaut und verbessert die Regeneration des Epithels.
Die eigenen Versuche des Autors bestätigen dies. Verwendet wurde eine Feldstärke um 150 Oe. Höhere Feldstärken um 360 Oe bremsten dagegen die physiologische Regeneration. Bei dieser Feldstärke treten weniger Zellen in die Mitose ein.
Es kann ein antientzündlicher Effekt nachgewiesen werden. Aus diesen Gründen wird das PEMF für die klinische Praxis empfohlen. Der Autor berichtet weiterhin über die erfolgreiche Anwendung des PEMF während des 2. Weltkrieges bei taumatischen Läsionen der peripheren Nerven und bei Hautkrankheiten.
Insgesamt ist die MF-Therapie bei folgenden Krankheiten indiziert:
Venenerkrankungen
Herzkrankheiten zur Verbesserung der Hämodynamik
Polyarthritis,
Traumen
Glaukom (Erfolgsquote 75%, bei sehr schweren Fällen kein Effekt)
Bei 5.000 Patienten zeigte sich eine Effektivität zwischen 65 bis 98%.
In vielen Fällen werden Schmerzen reduziert, schädliche Nebenwirkungen treten nicht auf.
Skripka, U.K., Results of the Magnetic Field in Ophthalmology, Oftalmologiceskij zurnal 36, 6, 321-325 (1981)
Beschrieben wir die Therapie der Anwendung von permanenten und wechselnden Magnetfeldern. Anschließend werden klinische Experimente beschrieben, die sowohl in eigener Regie vorgenommen wurde, als auch aus der Literatur stammen. Die Effektivität der Behandlung für diverse Krankheiten des Auges wird dargestellt.
Zobina, Orlovskaia, Sokov, Sbaeva, Konde (Rußland), Effectiveness of Magnetotherapy in Optic Nerve Atrophy, Vest. Oftalmol. 106 (5), 54-57 (1990)
An 88 Patienten mit einer Atrophie des Sehnervs wurde der Einfluß einer Behandlung mit niederfrequenten Magnetfeldern auf die Sehschärfe und das Gesichtsfeld gemessen.
Die Erfolgsrate lag nach zehn Behandlungen bei über 50%.
Asthma
Bogoliubov, VM, Skurikhina, LA, Therapeutic Application of Constant and Low-Frequency Magnetic Field, Vopros. Kurortol. Fisioter. Lech. Fiz. Kult. (2)
Überblick über die Wirkung der MFT bei verschiedenen Krankheiten. Bei der Behandlung des Bronchialasthmas wurden positive Erfahrungen gemacht.
Tumor
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